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Das Rathaus – ein Ort für die Menschen, Herz des Gemeinwesens, Tempel der Demokratie. Im Würzburger Rathaus warten die anonymen Bürger:innen A und B darauf, dass endlich ihre Nummern aufgerufen und sie zu ihrem Termin vorgelassen werden. Die Digitalanzeige zeigt seit geraumer Zeit unverändert die 92 an. A hat die Nummer 54 gezogen, B die 112. Ob die Anzeige hoch- oder runterzählt, lässt sich nicht ermitteln – es bewegt sich nichts. Des Weiteren halten sich im Rathaus auf: eine Standesbeamtin mit Liebeskummer, die sich beim Schreiben ihrer Traureden von der hauseigenen Grafeneckart- KI (GrEck-GPT) beraten lässt und die Frau mit dem Hund, die, seitdem sie sich einen Hund zugelegt hat, nur noch viel einsamer geworden ist.
Das Rathaus
Als sich auf einmal die elektronischen Schiebetüren des Bürgeramts nicht mehr öffnen lassen, werden die vier einsamen Gestalten zu einer Schicksalsgemeinschaft. Was hat sie eigentlich ins Rathaus geführt? Mit welchen Anliegen und Wünschen wenden sie sich an den Staat? Was kann man vom Rathaus, der Politik, der Gemeinschaft überhaupt noch erwarten? Und kurz sieht es so aus, als ließe sich über den direkten Austausch der Menschen miteinander ein Bewusstsein für gemeinsam geteilte Ängste und Bedürfnisse schaffen und das demokratische Gemeinwesen neu begründen. Doch was wird davon übrigbleiben, sobald sich die Rathaustüren wieder öffnen? Leonhard-Frank-Stipendiatin Annika Henrich macht sich mit viel Humor und klarem Blick für die Widersprüchlichkeiten der menschlichen Existenz auf die Suche nach den Grundlagen unserer Gemeinschaft. |
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Seit über zehn Jahren leben die Schwestern Mascha, Irina und Olga in einer Garnisonsstadt in der Provinz. Nach dem Tod beider Eltern sehnen sich die drei in ihre Heimat Moskau zurück. Olga arbeitet als Lehrerin, eine Tätigkeit, die ihr viel Kraft und Zeit abverlangt. Mascha ist verheiratet mit einem pedantischen Lehrer, Irina wiederum leidet sehr unter der Eintönigkeit ihres Lebens. Ihr spielsüchtiger Bruder Andrej, der vergeblich von einer wissenschaftlichen Karriere träumt, hat das gemeinsame Erbe und damit sämtliche für einen Umzug nötigen finanziellen Mittel verzockt. So sitzen sie fest, einsam und ohne Hoffnung auf Veränderung.
Drei Schwestern
Ein paar Jahre später ist Andrej Vater und Sekretär in der Verwaltung; sein Mann Nikolaj übernimmt zunehmend die Herrschaft über das Haus. Die Liebesbeziehungen von Mascha, Olga und Irina scheitern, wieder bleiben sie allein und desillusioniert zurück. Die Sehnsucht nach Moskau ist größer denn je … Tschechows drei Schwestern scheinen gefangen zu sein in einer Welt ohne Veränderung, ohne Leidenschaft und ohne Sinn. Immer wieder werden Erwartungen enttäuscht, scheitern Wünsche und Pläne. Dabei zeichnet Tschechow seine Figuren mit Bewunderung und Liebe für die Vielfalt der menschlichen Empfindungen: „In tausend Jahren wird der Mensch immer noch stöhnen: ‚O, es ist so schwer, zu leben!‘“
Kulturboden in Hallstadt
Jochen Malmsheimer
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Das Rathaus – ein Ort für die Menschen, Herz des Gemeinwesens, Tempel der Demokratie. Im Würzburger Rathaus warten die anonymen Bürger:innen A und B darauf, dass endlich ihre Nummern aufgerufen und sie zu ihrem Termin vorgelassen werden. Die Digitalanzeige zeigt seit geraumer Zeit unverändert die 92 an. A hat die Nummer 54 gezogen, B die 112. Ob die Anzeige hoch- oder runterzählt, lässt sich nicht ermitteln – es bewegt sich nichts. Des Weiteren halten sich im Rathaus auf: eine Standesbeamtin mit Liebeskummer, die sich beim Schreiben ihrer Traureden von der hauseigenen Grafeneckart- KI (GrEck-GPT) beraten lässt und die Frau mit dem Hund, die, seitdem sie sich einen Hund zugelegt hat, nur noch viel einsamer geworden ist.
Das Rathaus
Als sich auf einmal die elektronischen Schiebetüren des Bürgeramts nicht mehr öffnen lassen, werden die vier einsamen Gestalten zu einer Schicksalsgemeinschaft. Was hat sie eigentlich ins Rathaus geführt? Mit welchen Anliegen und Wünschen wenden sie sich an den Staat? Was kann man vom Rathaus, der Politik, der Gemeinschaft überhaupt noch erwarten? Und kurz sieht es so aus, als ließe sich über den direkten Austausch der Menschen miteinander ein Bewusstsein für gemeinsam geteilte Ängste und Bedürfnisse schaffen und das demokratische Gemeinwesen neu begründen. Doch was wird davon übrigbleiben, sobald sich die Rathaustüren wieder öffnen? Leonhard-Frank-Stipendiatin Annika Henrich macht sich mit viel Humor und klarem Blick für die Widersprüchlichkeiten der menschlichen Existenz auf die Suche nach den Grundlagen unserer Gemeinschaft. |
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Seit über zehn Jahren leben die Schwestern Mascha, Irina und Olga in einer Garnisonsstadt in der Provinz. Nach dem Tod beider Eltern sehnen sich die drei in ihre Heimat Moskau zurück. Olga arbeitet als Lehrerin, eine Tätigkeit, die ihr viel Kraft und Zeit abverlangt. Mascha ist verheiratet mit einem pedantischen Lehrer, Irina wiederum leidet sehr unter der Eintönigkeit ihres Lebens. Ihr spielsüchtiger Bruder Andrej, der vergeblich von einer wissenschaftlichen Karriere träumt, hat das gemeinsame Erbe und damit sämtliche für einen Umzug nötigen finanziellen Mittel verzockt. So sitzen sie fest, einsam und ohne Hoffnung auf Veränderung.
Drei Schwestern
Ein paar Jahre später ist Andrej Vater und Sekretär in der Verwaltung; sein Mann Nikolaj übernimmt zunehmend die Herrschaft über das Haus. Die Liebesbeziehungen von Mascha, Olga und Irina scheitern, wieder bleiben sie allein und desillusioniert zurück. Die Sehnsucht nach Moskau ist größer denn je … Tschechows drei Schwestern scheinen gefangen zu sein in einer Welt ohne Veränderung, ohne Leidenschaft und ohne Sinn. Immer wieder werden Erwartungen enttäuscht, scheitern Wünsche und Pläne. Dabei zeichnet Tschechow seine Figuren mit Bewunderung und Liebe für die Vielfalt der menschlichen Empfindungen: „In tausend Jahren wird der Mensch immer noch stöhnen: ‚O, es ist so schwer, zu leben!‘“
Das Klima (no pressure) spielt in einer nahen Zukunft. Norddeutschland ist komplett überflutet, die Ostsee hat sich bis vor die Tore von Würzburg ausgebreitet. Die Wasser-Pegel-Höchststand-Marken ziehen sich inzwischen den ganzen Rathaus-Turm hinauf. Der letzte Eisberg der Welt wurde in den Seehafen von Würzburg gezogen und wird nun dort als Greenwashing-Mega-Event ausgestellt. Tribünen wurden aufgebaut, Händler:innen verkaufen Souvenirs, der Eisberg wird mit Sponsoren-Logos angestrahlt. Ein riesiger Vorhang wird installiert. Der Hauptsponsor soll eine Rede halten, und dann wird der Vorhang gelüftet – so zumindest der Plan. Doch während sich die Rede des Hauptsponsors immer weiter verzögert, schmilzt der Eisberg unaufhörlich hinter dem Vorhang dahin …
Das Klima
Das Klima (no pressure) verhandelt die Klimakrise und Kommunikation in Zeiten politischer Perspektivlosigkeit. Verschiedene Figuren kreisen um den Eisberg – und um die Fragen, wie ein eigener Beitrag zu einer besseren Welt aussehen könnte. Sie alle sehen sich auf der richtigen Seite, doch verlieren sich zunehmend in den Diskursen. Fayer Koch schreibt im Rahmen des Leonhard-Frank-Stipendiums an diesem neuen Stück, das am Ende der Spielzeit auf der Probebühne zur Uraufführung kommen wird. |
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Kleinganovenhochzeit! In einem Pferdestall im Londoner Stadtteil Soho heiratet der Bandit Macheath, genannt Mackie Messer, Polly Peachum, die Tochter des Bettlerkönigs. Zur Vermählung gratuliert dem glücklichen Paar neben Macheaths Spießgesellen auch der Polizeichef Tiger-Brown, der mit Mackie seit ihrer gemeinsamen Zeit bei der Armee befreundet ist und bei dessen zwielichtigen Geschäften regelmäßig beide Augen zudrückt. Was weder Brown noch Polly wissen: Nicht nur Polly, sondern auch Browns eigene Tochter Lucy ist Macheaths Verführungskünsten erlegen!
Die Dreigroschenoper
Pollys Vater, Jonathan Jeremiah Peachum, erfolgreicher Betreiber der Firma „Bettlers Freund“, hat bei der heimlich geschlossenen Ehe auch noch ein Wort mitzureden. Er strebt nicht nur die schnellstmögliche Scheidung des frischvermählten Paares an, sondern will Macheath für seine Untaten am liebsten gleich am Galgen sehen. Seine Frau Celia stellt Mackie Messer eine Falle: Sie besticht die „Huren von Soho“, die Mac auch prompt der Gendarmerie ausliefern, als dieser sie aller Warnungen zum Trotz wie jeden Donnerstag besuchen kommt. Während Macheath im Kerker von Old Bailey Pläne schmiedet, um der Hinrichtung zu entgehen, hat Polizeichef Brown ganz andere Sorgen: Der feierliche Krönungszug der Königin von England steht an – da ist ein sich androhender Aufstand der Hungerleidenden und Armen auf Londons Straßen das Letzte, was er gebrauchen kann … 1928 traf die Uraufführung der Dreigroschenoper mit ihrer schonungslosen Analyse der politischen Verhältnisse den Nerv der Weimarer Republik. Mit dem Komponisten Kurt Weill schuf Brecht eine Oper der „Bettler, Diebe und Huren“ – die sich im Gegensatz zum Bürgertum Moral nicht leisten können. |
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Seebühne in Bad Staffelstein
Willy Astor & Das Eich
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Die Hases sind eine ganz normale französische Familie. Allerdings nur auf den ersten Blick. Denn in dieser unterhaltsamen Komödie ist eigentlich niemand der, der er zu sein scheint. Und so hat Mama Hase alle Hände voll zu tun, die Familie vor dem totalen Ruin zu retten. Als eine brutale Staatsmacht die Ordnung im Land wiederherstellen will, gerät die familiäre Situation schließlich vollkommen außer Kontrolle …
Hase Hase
Um Fehlschlüssen aus dem Titel einen Riegel vorzuschieben: Es handelt sich nicht um ein Theaterstück, bei dem es um Tiere geht. Jedoch, dass es sich bei der Titelfigur Hase Hase um eine Außerirdische handelt, die auf geheimnisvolle Weise bei Familie Hase gelandet ist, macht die Sache auch nicht klarer. Tatsächlich sind die Verhältnisse insgesamt verwirrend: Wer ist eigentlich wer in dieser Familie? Was sind die Wahrheiten und Absichten der einzelnen Familienmitglieder? Die undurchschaubaren gesellschaftlichen Entwicklungen rund herum tun ein Übriges, das sicher geglaubte Kartenhaus der familiären Beziehungen gefährlich ins Wanken zu bringen. Dass nicht alles zum Einsturz kommt, dafür steht Frau Hase als Bollwerk in der Brandung der Ereignisse. Was als schräge Familienidylle beginnt, endet in einem Feuerwerk des Absurden. Coline Serreau schreibt eine schwarze Komödie mit Witz, Comedy und Slapstick, die trotz aller ominöser und anstrengender Verwicklungen vor allem eines ist: Ein Hoch auf das Familienleben! |
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Die Hases sind eine ganz normale französische Familie. Allerdings nur auf den ersten Blick. Denn in dieser unterhaltsamen Komödie ist eigentlich niemand der, der er zu sein scheint. Und so hat Mama Hase alle Hände voll zu tun, die Familie vor dem totalen Ruin zu retten. Als eine brutale Staatsmacht die Ordnung im Land wiederherstellen will, gerät die familiäre Situation schließlich vollkommen außer Kontrolle …
Hase Hase
Um Fehlschlüssen aus dem Titel einen Riegel vorzuschieben: Es handelt sich nicht um ein Theaterstück, bei dem es um Tiere geht. Jedoch, dass es sich bei der Titelfigur Hase Hase um eine Außerirdische handelt, die auf geheimnisvolle Weise bei Familie Hase gelandet ist, macht die Sache auch nicht klarer. Tatsächlich sind die Verhältnisse insgesamt verwirrend: Wer ist eigentlich wer in dieser Familie? Was sind die Wahrheiten und Absichten der einzelnen Familienmitglieder? Die undurchschaubaren gesellschaftlichen Entwicklungen rund herum tun ein Übriges, das sicher geglaubte Kartenhaus der familiären Beziehungen gefährlich ins Wanken zu bringen. Dass nicht alles zum Einsturz kommt, dafür steht Frau Hase als Bollwerk in der Brandung der Ereignisse. Was als schräge Familienidylle beginnt, endet in einem Feuerwerk des Absurden. Coline Serreau schreibt eine schwarze Komödie mit Witz, Comedy und Slapstick, die trotz aller ominöser und anstrengender Verwicklungen vor allem eines ist: Ein Hoch auf das Familienleben! „Haschimitenfürst – Der Bobcast“ kehrt zurück auf die Bühne – mit einem rundum neuen Live-Programm: „Bob Andrews“-Sprecher Andreas Fröhlich und Hörspielmacher Kai Schwind laden „Die drei ???“-Fans aller Generationen ein, |
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Drag Lab: Open Stage
Trash Lab
Schon Shakespeare wusste: „Die Welt ist eine Bühne!“ Und in dieser Nacht liegt sie euch zu Füßen... Im Rahmen der Würzburger Pride Week und in Kooperation mit Queer Pride Würzburg e.V. öffnet das Schauspielensemble des Mainfranken Theaters das Kleine Haus für ein Drag Lab. Gemeinsam erforschen wir den Rausch der Verkleidung und der Performance: Mit Kostümen, Musik, Licht, Tanz und Show. Und alle sind eingeladen mitzumachen - das Motto des Abends: The stage is yours! All diejenigen, die schon immer einmal im Scheinwerferlicht stehen wollten, bekommen hier die Gelegenheit: Gesangseinlagen, Performances, Karaoke – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und alle, die lieber zuschauen, feiern einfach mit! Also rein in die Kostüme und rauf auf die Rampe. Wir warten schon auf euch … Acts können bereits im Vorfeld per Mail angemeldet werden. |
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