Kalender
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ZaPPaloTT träumt jede Nacht vom Fliegen. Nur am Tag will das nicht so ganz funktionieren. Tag ein und Tag aus grübelt er vor sich hin, wie er die Schwerkraft überlisten könnte. Nach einigen chaotischen Fehlversuchen geht ihm ein Licht auf. Er baut sich in seinem Werkraum ein echtes Luftschiff aus einer alten Badewanne. Dabei wird viel gezaubert, herumgealbert und gesungen. Und schließlich ist der große Tag gekommen und die Reise in die Luft beginnt… Was der Zauberer mit der fliegenden Badewanne über den Wolken erlebt, was Wolkenriesen am liebsten tun und was das alles mit einer verschusselten, kurzsichtigen Stubenfliege aus ZaPPaloTTs Werkstatt zu tun hat, erfahrt ihr bei ZaPPaloTTs neuen MagischenMitmachTheater. (Ab 3 bis 99 Jahren) Theater, Zauberei, Clownerie und Kinderlieder, die ins Ohr gehen. Weitere Informationen gibt es unter zappalott.de. |
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Als Wanda ihre neue Schule betritt, hat sie einen Plan. Einen geheimen Plan, von dem erstmal niemand etwas wissen darf. Auf dem Weg zum Unterricht trifft sie auf David, genannt „der Meister“. Er scheint in der Schule den Überblick zu haben und ist darüber hinaus ein geschickter Kartenspieler, der Täuschungsmanöver beherrscht wie kein Zweiter. Wanda ist sich sicher – wenn sie ihn für sich gewinnt, ist das der erste Schritt zur Umsetzung ihres Vorhabens. Und dieses ist spektakulär: Es handelt sich dabei um nichts Geringeres als einen Einbruch in die große Stadtvilla, aus der sie einen wertvollen Tennisball stehlen will. Und genau dafür gilt es nun, das richtige Team zu finden. Schnell hat Wanda auch noch andere Kandidat:innen im Blick, zum Beispiel die handwerklich begabte Lynn und Schulze, der so unauffällig ist, dass er sich beinahe unsichtbar machen kann. Verschiedener könnten die auserkorenen Teammitglieder nicht sein – und genau deshalb ergänzen sie sich perfekt. Leider sind nicht alle sofort von Wandas Plan begeistert, oder eher von Wanda überhaupt. Aber davon lässt sie sich nicht entmutigen. Schließlich ist alles, was zählt, die gelungene Umsetzung ihres Plans. Oder?
Was Wanda will
Lena Hach veröffentlichte 2023 mit ihrem Kinder-Kriminalroman Was Wanda will eine kluge, humorvolle und vor allem spannende Geschichte über Zusammenhalt, Freundschaft und Mut. |
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Kleinganovenhochzeit! In einem Pferdestall im Londoner Stadtteil Soho heiratet der Bandit Macheath, genannt Mackie Messer, Polly Peachum, die Tochter des Bettlerkönigs. Zur Vermählung gratuliert dem glücklichen Paar neben Macheaths Spießgesellen auch der Polizeichef Tiger-Brown, der mit Mackie seit ihrer gemeinsamen Zeit bei der Armee befreundet ist und bei dessen zwielichtigen Geschäften regelmäßig beide Augen zudrückt. Was weder Brown noch Polly wissen: Nicht nur Polly, sondern auch Browns eigene Tochter Lucy ist Macheaths Verführungskünsten erlegen!
Die Dreigroschenoper
Pollys Vater, Jonathan Jeremiah Peachum, erfolgreicher Betreiber der Firma „Bettlers Freund“, hat bei der heimlich geschlossenen Ehe auch noch ein Wort mitzureden. Er strebt nicht nur die schnellstmögliche Scheidung des frischvermählten Paares an, sondern will Macheath für seine Untaten am liebsten gleich am Galgen sehen. Seine Frau Celia stellt Mackie Messer eine Falle: Sie besticht die „Huren von Soho“, die Mac auch prompt der Gendarmerie ausliefern, als dieser sie aller Warnungen zum Trotz wie jeden Donnerstag besuchen kommt. Während Macheath im Kerker von Old Bailey Pläne schmiedet, um der Hinrichtung zu entgehen, hat Polizeichef Brown ganz andere Sorgen: Der feierliche Krönungszug der Königin von England steht an – da ist ein sich androhender Aufstand der Hungerleidenden und Armen auf Londons Straßen das Letzte, was er gebrauchen kann … 1928 traf die Uraufführung der Dreigroschenoper mit ihrer schonungslosen Analyse der politischen Verhältnisse den Nerv der Weimarer Republik. Mit dem Komponisten Kurt Weill schuf Brecht eine Oper der „Bettler, Diebe und Huren“ – die sich im Gegensatz zum Bürgertum Moral nicht leisten können. |
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ZaPPaloTT träumt jede Nacht vom Fliegen. Nur am Tag will das nicht so ganz funktionieren. Tag ein und Tag aus grübelt er vor sich hin, wie er die Schwerkraft überlisten könnte. Nach einigen chaotischen Fehlversuchen geht ihm ein Licht auf. Er baut sich in seinem Werkraum ein echtes Luftschiff aus einer alten Badewanne. Dabei wird viel gezaubert, herumgealbert und gesungen. Und schließlich ist der große Tag gekommen und die Reise in die Luft beginnt… Was der Zauberer mit der fliegenden Badewanne über den Wolken erlebt, was Wolkenriesen am liebsten tun und was das alles mit einer verschusselten, kurzsichtigen Stubenfliege aus ZaPPaloTTs Werkstatt zu tun hat, erfahrt ihr bei ZaPPaloTTs neuen MagischenMitmachTheater. (Ab 3 bis 99 Jahren) Theater, Zauberei, Clownerie und Kinderlieder, die ins Ohr gehen. Weitere Informationen gibt es unter zappalott.de. |
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ZaPPaloTT träumt jede Nacht vom Fliegen. Nur am Tag will das nicht so ganz funktionieren. Tag ein und Tag aus grübelt er vor sich hin, wie er die Schwerkraft überlisten könnte. Nach einigen chaotischen Fehlversuchen geht ihm ein Licht auf. Er baut sich in seinem Werkraum ein echtes Luftschiff aus einer alten Badewanne. Dabei wird viel gezaubert, herumgealbert und gesungen. Und schließlich ist der große Tag gekommen und die Reise in die Luft beginnt… Was der Zauberer mit der fliegenden Badewanne über den Wolken erlebt, was Wolkenriesen am liebsten tun und was das alles mit einer verschusselten, kurzsichtigen Stubenfliege aus ZaPPaloTTs Werkstatt zu tun hat, erfahrt ihr bei ZaPPaloTTs neuen MagischenMitmachTheater. (Ab 3 bis 99 Jahren) Theater, Zauberei, Clownerie und Kinderlieder, die ins Ohr gehen. Weitere Informationen gibt es unter zappalott.de. |
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Das Klima (no pressure) spielt in einer nahen Zukunft. Norddeutschland ist komplett überflutet, die Ostsee hat sich bis vor die Tore von Würzburg ausgebreitet. Die Wasser-Pegel-Höchststand-Marken ziehen sich inzwischen den ganzen Rathaus-Turm hinauf. Der letzte Eisberg der Welt wurde in den Seehafen von Würzburg gezogen und wird nun dort als Greenwashing-Mega-Event ausgestellt. Tribünen wurden aufgebaut, Händler:innen verkaufen Souvenirs, der Eisberg wird mit Sponsoren-Logos angestrahlt. Ein riesiger Vorhang wird installiert. Der Hauptsponsor soll eine Rede halten, und dann wird der Vorhang gelüftet – so zumindest der Plan. Doch während sich die Rede des Hauptsponsors immer weiter verzögert, schmilzt der Eisberg unaufhörlich hinter dem Vorhang dahin …
Das Klima
Das Klima (no pressure) verhandelt die Klimakrise und Kommunikation in Zeiten politischer Perspektivlosigkeit. Verschiedene Figuren kreisen um den Eisberg – und um die Fragen, wie ein eigener Beitrag zu einer besseren Welt aussehen könnte. Sie alle sehen sich auf der richtigen Seite, doch verlieren sich zunehmend in den Diskursen. Fayer Koch schreibt im Rahmen des Leonhard-Frank-Stipendiums an diesem neuen Stück, das am Ende der Spielzeit auf der Probebühne zur Uraufführung kommen wird.
„Ich musste in drei Minuten auf die Bühne und wusste nicht, welches Stück wir spielen!“ Das ist das täglich Abendbrot des Improvisationstheaterensembles Ernst von Leben. Die freiberuflichen Performer*innen und Musiker*innen aus Bamberg treten „unvorbereitet“ vor Publikum. In Formaten wie „Theaterjazz“, „Wunschkonzert“ oder dem Krimi „Tarte D'Ort!“ verbinden sich Schauspiel, Musik und Text: Niemand weiß, was passiert. Manches ist tragisch, manches heiter, langsam, kurzweilig, blöd- oder tiefsinnig, absurd oder ernst. Was auch kommt, der Ernst nimmt es mit Humor!
Ernst von Leben: Improtheater
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ZaPPaloTT träumt jede Nacht vom Fliegen. Nur am Tag will das nicht so ganz funktionieren. Tag ein und Tag aus grübelt er vor sich hin, wie er die Schwerkraft überlisten könnte. Nach einigen chaotischen Fehlversuchen geht ihm ein Licht auf. Er baut sich in seinem Werkraum ein echtes Luftschiff aus einer alten Badewanne. Dabei wird viel gezaubert, herumgealbert und gesungen. Und schließlich ist der große Tag gekommen und die Reise in die Luft beginnt… Was der Zauberer mit der fliegenden Badewanne über den Wolken erlebt, was Wolkenriesen am liebsten tun und was das alles mit einer verschusselten, kurzsichtigen Stubenfliege aus ZaPPaloTTs Werkstatt zu tun hat, erfahrt ihr bei ZaPPaloTTs neuen MagischenMitmachTheater. (Ab 3 bis 99 Jahren) Theater, Zauberei, Clownerie und Kinderlieder, die ins Ohr gehen. Weitere Informationen gibt es unter zappalott.de. |
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Kleinganovenhochzeit! In einem Pferdestall im Londoner Stadtteil Soho heiratet der Bandit Macheath, genannt Mackie Messer, Polly Peachum, die Tochter des Bettlerkönigs. Zur Vermählung gratuliert dem glücklichen Paar neben Macheaths Spießgesellen auch der Polizeichef Tiger-Brown, der mit Mackie seit ihrer gemeinsamen Zeit bei der Armee befreundet ist und bei dessen zwielichtigen Geschäften regelmäßig beide Augen zudrückt. Was weder Brown noch Polly wissen: Nicht nur Polly, sondern auch Browns eigene Tochter Lucy ist Macheaths Verführungskünsten erlegen!
Die Dreigroschenoper
Pollys Vater, Jonathan Jeremiah Peachum, erfolgreicher Betreiber der Firma „Bettlers Freund“, hat bei der heimlich geschlossenen Ehe auch noch ein Wort mitzureden. Er strebt nicht nur die schnellstmögliche Scheidung des frischvermählten Paares an, sondern will Macheath für seine Untaten am liebsten gleich am Galgen sehen. Seine Frau Celia stellt Mackie Messer eine Falle: Sie besticht die „Huren von Soho“, die Mac auch prompt der Gendarmerie ausliefern, als dieser sie aller Warnungen zum Trotz wie jeden Donnerstag besuchen kommt. Während Macheath im Kerker von Old Bailey Pläne schmiedet, um der Hinrichtung zu entgehen, hat Polizeichef Brown ganz andere Sorgen: Der feierliche Krönungszug der Königin von England steht an – da ist ein sich androhender Aufstand der Hungerleidenden und Armen auf Londons Straßen das Letzte, was er gebrauchen kann … 1928 traf die Uraufführung der Dreigroschenoper mit ihrer schonungslosen Analyse der politischen Verhältnisse den Nerv der Weimarer Republik. Mit dem Komponisten Kurt Weill schuf Brecht eine Oper der „Bettler, Diebe und Huren“ – die sich im Gegensatz zum Bürgertum Moral nicht leisten können. |
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ZaPPaloTT träumt jede Nacht vom Fliegen. Nur am Tag will das nicht so ganz funktionieren. Tag ein und Tag aus grübelt er vor sich hin, wie er die Schwerkraft überlisten könnte. Nach einigen chaotischen Fehlversuchen geht ihm ein Licht auf. Er baut sich in seinem Werkraum ein echtes Luftschiff aus einer alten Badewanne. Dabei wird viel gezaubert, herumgealbert und gesungen. Und schließlich ist der große Tag gekommen und die Reise in die Luft beginnt… Was der Zauberer mit der fliegenden Badewanne über den Wolken erlebt, was Wolkenriesen am liebsten tun und was das alles mit einer verschusselten, kurzsichtigen Stubenfliege aus ZaPPaloTTs Werkstatt zu tun hat, erfahrt ihr bei ZaPPaloTTs neuen MagischenMitmachTheater. (Ab 3 bis 99 Jahren) Theater, Zauberei, Clownerie und Kinderlieder, die ins Ohr gehen. Weitere Informationen gibt es unter zappalott.de.
Wird's modern, wird's klassisch? Immer noch eine der am häufigsten gestellten Fragen im Vorfeld einer Premiere. Grund genug, diesen und vielen weiteren Fragen genauer auf den Grund zu gehen. Im Rahmen unserer Einführungsmatineen gewähren wir Einblicke in die Erarbeitung unserer aktuellen Inszenierungen. Freuen Sie sich auf Begegnungen mit Regieteam, Ensemble und Gästen und auf erste Hör- und Seheindrücke der neuen Produktionen!
Premierenmatinee
Der Eintritt ist frei. ZaPPaloTT träumt jede Nacht vom Fliegen. Nur am Tag will das nicht so ganz funktionieren. Tag ein und Tag aus grübelt er vor sich hin, wie er die Schwerkraft überlisten könnte. Nach einigen chaotischen Fehlversuchen geht ihm ein Licht auf. Er baut sich in seinem Werkraum ein echtes Luftschiff aus einer alten Badewanne. Dabei wird viel gezaubert, herumgealbert und gesungen. Und schließlich ist der große Tag gekommen und die Reise in die Luft beginnt… Was der Zauberer mit der fliegenden Badewanne über den Wolken erlebt, was Wolkenriesen am liebsten tun und was das alles mit einer verschusselten, kurzsichtigen Stubenfliege aus ZaPPaloTTs Werkstatt zu tun hat, erfahrt ihr bei ZaPPaloTTs neuen MagischenMitmachTheater. (Ab 3 bis 99 Jahren) Theater, Zauberei, Clownerie und Kinderlieder, die ins Ohr gehen. Weitere Informationen gibt es unter zappalott.de. |
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Das Klima (no pressure) spielt in einer nahen Zukunft. Norddeutschland ist komplett überflutet, die Ostsee hat sich bis vor die Tore von Würzburg ausgebreitet. Die Wasser-Pegel-Höchststand-Marken ziehen sich inzwischen den ganzen Rathaus-Turm hinauf. Der letzte Eisberg der Welt wurde in den Seehafen von Würzburg gezogen und wird nun dort als Greenwashing-Mega-Event ausgestellt. Tribünen wurden aufgebaut, Händler:innen verkaufen Souvenirs, der Eisberg wird mit Sponsoren-Logos angestrahlt. Ein riesiger Vorhang wird installiert. Der Hauptsponsor soll eine Rede halten, und dann wird der Vorhang gelüftet – so zumindest der Plan. Doch während sich die Rede des Hauptsponsors immer weiter verzögert, schmilzt der Eisberg unaufhörlich hinter dem Vorhang dahin …
Das Klima
Das Klima (no pressure) verhandelt die Klimakrise und Kommunikation in Zeiten politischer Perspektivlosigkeit. Verschiedene Figuren kreisen um den Eisberg – und um die Fragen, wie ein eigener Beitrag zu einer besseren Welt aussehen könnte. Sie alle sehen sich auf der richtigen Seite, doch verlieren sich zunehmend in den Diskursen. Fayer Koch schreibt im Rahmen des Leonhard-Frank-Stipendiums an diesem neuen Stück, das am Ende der Spielzeit auf der Probebühne zur Uraufführung kommen wird. |
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Seit über zehn Jahren leben die Schwestern Mascha, Irina und Olga in einer Provinzstadt in Russland. Nach dem Tod beider Eltern sehnen sich die drei in ihre Heimat Moskau zurück, hinaus aus der einengenden Provinz. Olga arbeitet als Lehrerin, eine Tätigkeit, die ihr viel Kraft und Zeit abverlangt. Mascha ist verheiratet mit einem pedantischen Lehrer, Irina wiederum leidet sehr unter der Eintönigkeit ihres Lebens. Ihr spielsüchtiger Bruder Andrej, der vergeblich von einer wissenschaftlichen Karriere träumt, hat das gemeinsame Erbe und damit sämtliche für einen Umzug nötigen finanziellen Mittel verzockt. So sitzen sie fest, einsam und ohne Hoffnung auf Veränderung.
Drei Schwestern
Ein paar Jahre später ist Andrej Vater und Sekretär in der Verwaltung; seine Frau Natalja übernimmt zunehmend die Herrschaft über das Haus. Die Liebesbeziehungen von Mascha, Olga und Irina scheitern, wieder bleiben sie allein und desillusioniert zurück. Die Sehnsucht nach Moskau ist größer denn je, und rückt in immer weitere Ferne. Am Ende bleiben die drei Schwestern zurück in der Provinz, gefangen in der immer gleichen Eintönigkeit und Einsamkeit ihres Alltags. Tschechows Drama erzählt vom Leben dreier Schwestern um 1900. Sie scheinen gefangen zu sein in einer Welt ohne Veränderung, ohne Leidenschaft und ohne Sinn. Immer wieder werden Erwartungen enttäuscht, scheitern Wünsche und Pläne. Dabei zeichnet Tschechow seine Figuren mit Bewunderung und Liebe für die Vielfalt der menschlichen Empfindungen: „In tausend Jahren wird der Mensch immer noch stöhnen: ‚O, es ist so schwer, zu leben!‘“
Kulturboden in Hallstadt
Mario Basler
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Das Klima (no pressure) spielt in einer nahen Zukunft. Norddeutschland ist komplett überflutet, die Ostsee hat sich bis vor die Tore von Würzburg ausgebreitet. Die Wasser-Pegel-Höchststand-Marken ziehen sich inzwischen den ganzen Rathaus-Turm hinauf. Der letzte Eisberg der Welt wurde in den Seehafen von Würzburg gezogen und wird nun dort als Greenwashing-Mega-Event ausgestellt. Tribünen wurden aufgebaut, Händler:innen verkaufen Souvenirs, der Eisberg wird mit Sponsoren-Logos angestrahlt. Ein riesiger Vorhang wird installiert. Der Hauptsponsor soll eine Rede halten, und dann wird der Vorhang gelüftet – so zumindest der Plan. Doch während sich die Rede des Hauptsponsors immer weiter verzögert, schmilzt der Eisberg unaufhörlich hinter dem Vorhang dahin …
Das Klima
Das Klima (no pressure) verhandelt die Klimakrise und Kommunikation in Zeiten politischer Perspektivlosigkeit. Verschiedene Figuren kreisen um den Eisberg – und um die Fragen, wie ein eigener Beitrag zu einer besseren Welt aussehen könnte. Sie alle sehen sich auf der richtigen Seite, doch verlieren sich zunehmend in den Diskursen. Fayer Koch schreibt im Rahmen des Leonhard-Frank-Stipendiums an diesem neuen Stück, das am Ende der Spielzeit auf der Probebühne zur Uraufführung kommen wird.
Kulturboden in Hallstadt
Helmfried von Lüttichau
Kann eine Dystopie Spaß machen? Sie kann. Sonja Pikart beweist es. Die vielfach ausgezeichnete Kabarettistin und Schauspielerin versteht es wie keine Zweite, den grassierenden Untergangsfantasien die Zähne zu zeigen. Denn wer sagt eigentlich, dass man sich den allgegenwärtigen Herausforderungen nicht mit Witz und Fantasie stellen kann? Nehmen Sie Sonja Pikarts Hand. Springen Sie mit ihr über politische Gräben, balancieren Sie an menschlichen Abgründen entlang und überqueren Sie die Schluchten gesellschaftlicher Verwerfungen. Gemeinsam rütteln Sie an scheinbar unbezwingbaren Barrieren, kratzen am Lack des Patriarchats und tanzen auf den Trümmern der trostlosen Gegenwart. Und ehe Sie sich versehen, ist aus der Dys- eine Utopie geworden! In ihrem Programm „Halb Mensch“ begeben Sie sich zusammen mit Sonja Pikart auf die ebenso erstaunliche wie unterhaltsame Suche nach den Wurzeln der eigenen Menschlichkeit. Mit „schauspielerischer Virtuosität und dem Mut, auch heikle Themen mit Selbstironie, schwarzem Humor und viel Gefühl für tragikomische Nuancen anzusprechen“ (die Jury des Österreichischen Kabarettpreises), nimmt Sonja Pikart Sie mit auf einen Trip, der Sie die Zukunft mit anderen Augen sehen lässt … nachdem Sie sich die Tränen aus den Augen gewischt haben, die Sie an diesem Abend lachen werden! Wenn Sonja Pikart auf die Zukunft schaut, lohnt auch ein Blick in die Vergangenheit: Dort sieht man zum Beispiel den Publikumspreis des Passauer Scharfrichterbeils. Oder den ersten Preis des renommierten Schweizer Kleinkunst-Wettbewerbs „Die Krönung“. Oder den Österreichischen Kabarettpreis 2024, die wichtigste Auszeichnung in der Alpenrepublik. Letzterer ist umso bemerkenswerter, als Sonja Pikart gleichzeitig den Hauptpreis (für „Halb Mensch“) UND den Programmpreis (für das Gruselkabarett „GHÖST“) verliehen bekommt, was in der Geschichte dieses Preises noch nie vorgekommen ist. Und während wir auf diese Highlights in der Karriere einer außergewöhnlichen Künstlerin blicken und uns fragen, was die Zukunft bringen mag, steht Sonja Pikart auf der Bühne und macht das, was sie am besten kann. Die Presse nennt das „ebenso kluges wie komisches Kabarett der obersten Spielklasse.“ Sonja nennt es eine Utopie. |
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Seit über zehn Jahren leben die Schwestern Mascha, Irina und Olga in einer Provinzstadt in Russland. Nach dem Tod beider Eltern sehnen sich die drei in ihre Heimat Moskau zurück, hinaus aus der einengenden Provinz. Olga arbeitet als Lehrerin, eine Tätigkeit, die ihr viel Kraft und Zeit abverlangt. Mascha ist verheiratet mit einem pedantischen Lehrer, Irina wiederum leidet sehr unter der Eintönigkeit ihres Lebens. Ihr spielsüchtiger Bruder Andrej, der vergeblich von einer wissenschaftlichen Karriere träumt, hat das gemeinsame Erbe und damit sämtliche für einen Umzug nötigen finanziellen Mittel verzockt. So sitzen sie fest, einsam und ohne Hoffnung auf Veränderung.
Drei Schwestern
Ein paar Jahre später ist Andrej Vater und Sekretär in der Verwaltung; seine Frau Natalja übernimmt zunehmend die Herrschaft über das Haus. Die Liebesbeziehungen von Mascha, Olga und Irina scheitern, wieder bleiben sie allein und desillusioniert zurück. Die Sehnsucht nach Moskau ist größer denn je, und rückt in immer weitere Ferne. Am Ende bleiben die drei Schwestern zurück in der Provinz, gefangen in der immer gleichen Eintönigkeit und Einsamkeit ihres Alltags. Tschechows Drama erzählt vom Leben dreier Schwestern um 1900. Sie scheinen gefangen zu sein in einer Welt ohne Veränderung, ohne Leidenschaft und ohne Sinn. Immer wieder werden Erwartungen enttäuscht, scheitern Wünsche und Pläne. Dabei zeichnet Tschechow seine Figuren mit Bewunderung und Liebe für die Vielfalt der menschlichen Empfindungen: „In tausend Jahren wird der Mensch immer noch stöhnen: ‚O, es ist so schwer, zu leben!‘“ |
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Kleinganovenhochzeit! In einem Pferdestall im Londoner Stadtteil Soho heiratet der Bandit Macheath, genannt Mackie Messer, Polly Peachum, die Tochter des Bettlerkönigs. Zur Vermählung gratuliert dem glücklichen Paar neben Macheaths Spießgesellen auch der Polizeichef Tiger-Brown, der mit Mackie seit ihrer gemeinsamen Zeit bei der Armee befreundet ist und bei dessen zwielichtigen Geschäften regelmäßig beide Augen zudrückt. Was weder Brown noch Polly wissen: Nicht nur Polly, sondern auch Browns eigene Tochter Lucy ist Macheaths Verführungskünsten erlegen!
Die Dreigroschenoper
Pollys Vater, Jonathan Jeremiah Peachum, erfolgreicher Betreiber der Firma „Bettlers Freund“, hat bei der heimlich geschlossenen Ehe auch noch ein Wort mitzureden. Er strebt nicht nur die schnellstmögliche Scheidung des frischvermählten Paares an, sondern will Macheath für seine Untaten am liebsten gleich am Galgen sehen. Seine Frau Celia stellt Mackie Messer eine Falle: Sie besticht die „Huren von Soho“, die Mac auch prompt der Gendarmerie ausliefern, als dieser sie aller Warnungen zum Trotz wie jeden Donnerstag besuchen kommt. Während Macheath im Kerker von Old Bailey Pläne schmiedet, um der Hinrichtung zu entgehen, hat Polizeichef Brown ganz andere Sorgen: Der feierliche Krönungszug der Königin von England steht an – da ist ein sich androhender Aufstand der Hungerleidenden und Armen auf Londons Straßen das Letzte, was er gebrauchen kann … 1928 traf die Uraufführung der Dreigroschenoper mit ihrer schonungslosen Analyse der politischen Verhältnisse den Nerv der Weimarer Republik. Mit dem Komponisten Kurt Weill schuf Brecht eine Oper der „Bettler, Diebe und Huren“ – die sich im Gegensatz zum Bürgertum Moral nicht leisten können. |
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Als Wanda ihre neue Schule betritt, hat sie einen Plan. Einen geheimen Plan, von dem erstmal niemand etwas wissen darf. Auf dem Weg zum Unterricht trifft sie auf David, genannt „der Meister“. Er scheint in der Schule den Überblick zu haben und ist darüber hinaus ein geschickter Kartenspieler, der Täuschungsmanöver beherrscht wie kein Zweiter. Wanda ist sich sicher – wenn sie ihn für sich gewinnt, ist das der erste Schritt zur Umsetzung ihres Vorhabens. Und dieses ist spektakulär: Es handelt sich dabei um nichts Geringeres als einen Einbruch in die große Stadtvilla, aus der sie einen wertvollen Tennisball stehlen will. Und genau dafür gilt es nun, das richtige Team zu finden. Schnell hat Wanda auch noch andere Kandidat:innen im Blick, zum Beispiel die handwerklich begabte Lynn und Schulze, der so unauffällig ist, dass er sich beinahe unsichtbar machen kann. Verschiedener könnten die auserkorenen Teammitglieder nicht sein – und genau deshalb ergänzen sie sich perfekt. Leider sind nicht alle sofort von Wandas Plan begeistert, oder eher von Wanda überhaupt. Aber davon lässt sie sich nicht entmutigen. Schließlich ist alles, was zählt, die gelungene Umsetzung ihres Plans. Oder?
Was Wanda will
Lena Hach veröffentlichte 2023 mit ihrem Kinder-Kriminalroman Was Wanda will eine kluge, humorvolle und vor allem spannende Geschichte über Zusammenhalt, Freundschaft und Mut. |
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Seit über zehn Jahren leben die Schwestern Mascha, Irina und Olga in einer Provinzstadt in Russland. Nach dem Tod beider Eltern sehnen sich die drei in ihre Heimat Moskau zurück, hinaus aus der einengenden Provinz. Olga arbeitet als Lehrerin, eine Tätigkeit, die ihr viel Kraft und Zeit abverlangt. Mascha ist verheiratet mit einem pedantischen Lehrer, Irina wiederum leidet sehr unter der Eintönigkeit ihres Lebens. Ihr spielsüchtiger Bruder Andrej, der vergeblich von einer wissenschaftlichen Karriere träumt, hat das gemeinsame Erbe und damit sämtliche für einen Umzug nötigen finanziellen Mittel verzockt. So sitzen sie fest, einsam und ohne Hoffnung auf Veränderung.
Drei Schwestern
Ein paar Jahre später ist Andrej Vater und Sekretär in der Verwaltung; seine Frau Natalja übernimmt zunehmend die Herrschaft über das Haus. Die Liebesbeziehungen von Mascha, Olga und Irina scheitern, wieder bleiben sie allein und desillusioniert zurück. Die Sehnsucht nach Moskau ist größer denn je, und rückt in immer weitere Ferne. Am Ende bleiben die drei Schwestern zurück in der Provinz, gefangen in der immer gleichen Eintönigkeit und Einsamkeit ihres Alltags. Tschechows Drama erzählt vom Leben dreier Schwestern um 1900. Sie scheinen gefangen zu sein in einer Welt ohne Veränderung, ohne Leidenschaft und ohne Sinn. Immer wieder werden Erwartungen enttäuscht, scheitern Wünsche und Pläne. Dabei zeichnet Tschechow seine Figuren mit Bewunderung und Liebe für die Vielfalt der menschlichen Empfindungen: „In tausend Jahren wird der Mensch immer noch stöhnen: ‚O, es ist so schwer, zu leben!‘“
Herfried Münkler, den man sicherlich zu den renommiertesten Politologen unseres Landes zählen darf, spricht anlässlich der Musiktheaterproduktion Fidelio (Premiere: 7. März in der Theaterfabrik Blaue Halle) einerseits über Freiheit, andererseits über Willkür im Umgang mit politischen Gefangenen – die zwei zentralen Themenkomplexe in Ludwig van Beethovens einziger Oper. Münkler wird in einem Streifzug durch die Historie auch Begebenheiten der Gegenwart beleuchten.
Sagen Sie mal!
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Als Wanda ihre neue Schule betritt, hat sie einen Plan. Einen geheimen Plan, von dem erstmal niemand etwas wissen darf. Auf dem Weg zum Unterricht trifft sie auf David, genannt „der Meister“. Er scheint in der Schule den Überblick zu haben und ist darüber hinaus ein geschickter Kartenspieler, der Täuschungsmanöver beherrscht wie kein Zweiter. Wanda ist sich sicher – wenn sie ihn für sich gewinnt, ist das der erste Schritt zur Umsetzung ihres Vorhabens. Und dieses ist spektakulär: Es handelt sich dabei um nichts Geringeres als einen Einbruch in die große Stadtvilla, aus der sie einen wertvollen Tennisball stehlen will. Und genau dafür gilt es nun, das richtige Team zu finden. Schnell hat Wanda auch noch andere Kandidat:innen im Blick, zum Beispiel die handwerklich begabte Lynn und Schulze, der so unauffällig ist, dass er sich beinahe unsichtbar machen kann. Verschiedener könnten die auserkorenen Teammitglieder nicht sein – und genau deshalb ergänzen sie sich perfekt. Leider sind nicht alle sofort von Wandas Plan begeistert, oder eher von Wanda überhaupt. Aber davon lässt sie sich nicht entmutigen. Schließlich ist alles, was zählt, die gelungene Umsetzung ihres Plans. Oder?
Was Wanda will
Lena Hach veröffentlichte 2023 mit ihrem Kinder-Kriminalroman Was Wanda will eine kluge, humorvolle und vor allem spannende Geschichte über Zusammenhalt, Freundschaft und Mut. |
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Der will nicht nur spielen Die einen sagen so, die anderen sagen so, und der Rest fragt sich: „Ist das wirklich alles?“ Aber anscheinend gilt bei uns nur noch „Schwarz oder Weiss“ und nichts mehr dazwischen. Jung gegen Alt, Stadt gegen Land, West gegen Ost, und immer Kopf gegen Wand. Doch wie gut, dass es HG. Butzko gibt, den Erfinder des Kumpelkabaretts, ausgezeichnet mit allen bedeutenden Kleinkunstpreisen und dauerpräsent in allen Satiresendungen. Ein Mann, ein Stehtisch, eine Meinung! Kein Schnickschnack, kein Gedöns! Und in einer Zeit, in der die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben wird, wagt HG. Butzko jetzt etwas Neues: Einen Akt auf dem Drahtseil, den Spagat auf schmalem Grat, und die Schublade, in die man ihn stecken will, ist aus dem Rahmen gefallen. Denn in einer durchpolarisierten Welt, in der sich zwei Seiten permanent gegenseitig anpöbeln, kennt der Gelsenkirchener Hirnschrittmacher keine Verwandten und keine Gnade, schont weder die eine, noch die andere Seite, und schon gar nicht sich selbst. Und als Lohn dafür wird er von beiden Seiten angepöbelt. Oder mit anderen Worten: Wer mal am eigenen Leib erfahren will, wie sich ein Leberkäse zwischen zwei Brötchenhälften fühlt – Herzlich willkommen im neuen Kabarett von HG.Butzko, denn: Der will nicht nur spielen.
Das Rathaus – ein Ort für die Menschen, Herz des Gemeinwesens, Tempel der Demokratie. Im Würzburger Rathaus warten die anonymen Bürger:innen A und B darauf, dass endlich ihre Nummern aufgerufen und sie zu ihrem Termin vorgelassen werden. Die Digitalanzeige zeigt seit geraumer Zeit unverändert die 92 an. A hat die Nummer 54 gezogen, B die 112. Ob die Anzeige hoch- oder runterzählt, lässt sich nicht ermitteln – es bewegt sich nichts. Des Weiteren halten sich im Rathaus auf: eine Standesbeamtin mit Liebeskummer, die sich beim Schreiben ihrer Traureden von der hauseigenen Grafeneckart- KI (GrEck-GPT) beraten lässt und die Frau mit dem Hund, die, seitdem sie sich einen Hund zugelegt hat, nur noch viel einsamer geworden ist.
Das Rathaus
Als sich auf einmal die elektronischen Schiebetüren des Bürgeramts nicht mehr öffnen lassen, werden die vier einsamen Gestalten zu einer Schicksalsgemeinschaft. Was hat sie eigentlich ins Rathaus geführt? Mit welchen Anliegen und Wünschen wenden sie sich an den Staat? Was kann man vom Rathaus, der Politik, der Gemeinschaft überhaupt noch erwarten? Und kurz sieht es so aus, als ließe sich über den direkten Austausch der Menschen miteinander ein Bewusstsein für gemeinsam geteilte Ängste und Bedürfnisse schaffen und das demokratische Gemeinwesen neu begründen. Doch was wird davon übrigbleiben, sobald sich die Rathaustüren wieder öffnen? Leonhard-Frank-Stipendiatin Annika Henrich macht sich mit viel Humor und klarem Blick für die Widersprüchlichkeiten der menschlichen Existenz auf die Suche nach den Grundlagen unserer Gemeinschaft. |
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Das Klima (no pressure) spielt in einer nahen Zukunft. Norddeutschland ist komplett überflutet, die Ostsee hat sich bis vor die Tore von Würzburg ausgebreitet. Die Wasser-Pegel-Höchststand-Marken ziehen sich inzwischen den ganzen Rathaus-Turm hinauf. Der letzte Eisberg der Welt wurde in den Seehafen von Würzburg gezogen und wird nun dort als Greenwashing-Mega-Event ausgestellt. Tribünen wurden aufgebaut, Händler:innen verkaufen Souvenirs, der Eisberg wird mit Sponsoren-Logos angestrahlt. Ein riesiger Vorhang wird installiert. Der Hauptsponsor soll eine Rede halten, und dann wird der Vorhang gelüftet – so zumindest der Plan. Doch während sich die Rede des Hauptsponsors immer weiter verzögert, schmilzt der Eisberg unaufhörlich hinter dem Vorhang dahin …
Das Klima
Das Klima (no pressure) verhandelt die Klimakrise und Kommunikation in Zeiten politischer Perspektivlosigkeit. Verschiedene Figuren kreisen um den Eisberg – und um die Fragen, wie ein eigener Beitrag zu einer besseren Welt aussehen könnte. Sie alle sehen sich auf der richtigen Seite, doch verlieren sich zunehmend in den Diskursen. Fayer Koch schreibt im Rahmen des Leonhard-Frank-Stipendiums an diesem neuen Stück, das am Ende der Spielzeit auf der Probebühne zur Uraufführung kommen wird. |
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Seit über zehn Jahren leben die Schwestern Mascha, Irina und Olga in einer Provinzstadt in Russland. Nach dem Tod beider Eltern sehnen sich die drei in ihre Heimat Moskau zurück, hinaus aus der einengenden Provinz. Olga arbeitet als Lehrerin, eine Tätigkeit, die ihr viel Kraft und Zeit abverlangt. Mascha ist verheiratet mit einem pedantischen Lehrer, Irina wiederum leidet sehr unter der Eintönigkeit ihres Lebens. Ihr spielsüchtiger Bruder Andrej, der vergeblich von einer wissenschaftlichen Karriere träumt, hat das gemeinsame Erbe und damit sämtliche für einen Umzug nötigen finanziellen Mittel verzockt. So sitzen sie fest, einsam und ohne Hoffnung auf Veränderung.
Drei Schwestern
Ein paar Jahre später ist Andrej Vater und Sekretär in der Verwaltung; seine Frau Natalja übernimmt zunehmend die Herrschaft über das Haus. Die Liebesbeziehungen von Mascha, Olga und Irina scheitern, wieder bleiben sie allein und desillusioniert zurück. Die Sehnsucht nach Moskau ist größer denn je, und rückt in immer weitere Ferne. Am Ende bleiben die drei Schwestern zurück in der Provinz, gefangen in der immer gleichen Eintönigkeit und Einsamkeit ihres Alltags. Tschechows Drama erzählt vom Leben dreier Schwestern um 1900. Sie scheinen gefangen zu sein in einer Welt ohne Veränderung, ohne Leidenschaft und ohne Sinn. Immer wieder werden Erwartungen enttäuscht, scheitern Wünsche und Pläne. Dabei zeichnet Tschechow seine Figuren mit Bewunderung und Liebe für die Vielfalt der menschlichen Empfindungen: „In tausend Jahren wird der Mensch immer noch stöhnen: ‚O, es ist so schwer, zu leben!‘“ |
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