Junges Solistenquintett mit Eigengewächs Jakob Ewert in Bachs Matthäus-Passion am 29. März im Dom

von red (erschienen in Ausgabe 01/2026)

Zwei Chöre, zwei Orchester und zweieinhalb Stunden Musik: Bachs Matthäus-Passion ist der Mount Everest der Barockmusik. Und das nicht nur aufgrund der äußeren Dimensionen, sondern auch wegen ihrer gedanklichen Tiefe. Die Dialogstruktur des Textes inspirierte Bach zu einer doppelchörigen Komposition. Durch die Verdoppelung der Ensembles hat Bach eine Stereofonie geschaffen, die nicht nur klanglichen Reiz hat.

Durch die gegenüberliegende Aufstellung können die beiden Kammerchöre und die Würzburger Domsingknaben so in einen wirklichen Dialog miteinander treten. Dem Würzburger Kammerchor steht dabei die Cappella Lacensis gegenüber, ein Projektchor, der sich in der Benediktinerabtei Maria Laach gegründet hat. Ihr Chorleiter Pater Philipp Meyer OSB teilt sich mit Domkapellmeister Alexander Rüth die Gesamtleitung der Aufführung.

Als doppeltes Orchester konnte Concerto München gewonnen werden, Barock-Spezialisten, die auch schon im Weihnachtsoratorium den ausverkauften Dom überzeugten. Ganz besonders freuen wir uns über das junge Solistenquintett mit Sopranistin Anna-Lena Elbert und Countertenor Jan Jerlitschka, sowie Bassist David Jerusalem, die allesamt ihr Debüt im Kiliansdom geben. Jakob Ewert, der die Jesus-Partie übernimmt, ist dagegen kein neues Gesicht im Dom - schon als Domsingknabe sang er hier viele Konzerte, in Gottesdiensten auch kleine Solorollen. Mit viel Stolz sehen die Domsingknaben nun einen ihrer ehemaligen Mitsänger als Solist in den Dom zurückkehren. Den Evangelist verkörpert mit Martin Platz einer der führenden Interpreten der Evangelistenpartien in Bachs Werken.

Tickets für das Konzert zu 39 / 32 / 10 Euro sind bei der Dominfo, an allen Vorverkaufsstellen und online unter reservix.de, sowie an der Konzertkasse erhältlich.

Bildnachweis: Caroline Bauernfeind

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