
Vier Wochen Mozartfest bieten hervorragenden Musikgenuss für jeden Geschmack und jede Stilrichtung an abwechslungsreichen Orten und in festlichen Sälen in Würzburg und Umgebung. Klassikfans wird es in die Residenz ziehen zu den großen Orchesterkonzerten in den Kaisersaal, etwa mit dem WDRSinfonieorchester, den London Mozartplayers, dem belgischen B’Rock Orchestra, einem Geheimtipp, spezialisiert auf historische Aufführungspraxis, dem Bonner Kammermusikorchester The Trinity Sinfonia, zu einem reinen Vivaldi-Abend mit dem sagenhaften Jordi Savall und Les Musiciennes du Concert des Nations, zu den Festival Strings Lucerne, und Liebhaber von Filmmusik werden dort verwöhnt durch das Bayerische Kammermusikorchester.
Wer Klangverzauberung verbinden will mit kulinarischen Genüssen, ist bestens bedient bei zwei GalaDiners in der Residenz. Die musikalische Klang-Überwältigung aber ist garantiert bei „Bruckner im Dom“ bei Bruckners 7. Sinfonie durch die Bamberger Symphoniker. Aber auch hervorragende, vor allem junge Kammermusikensembles und solistische Klavierabende sind zu erleben im Kaisersaal, vier ARDPreisträger und weniger bekannte, viel versprechende Pianisten sind angekündigt im Mozartareal oder im Burkardushaus; kleinere, aber hochkarätige Ensembles treten auf bei Matineen im Fürstensaal, dem Weißen Saal oder abends in der Hofkirche. Es ist Sommer und somit die Hochzeit für Musik im Freien, so sind sehr beliebt die Nachtmusiken im Hofgarten, die Bläser-Serenade in Schloss Veitshöchheim, oder im Kreuzgang von Kloster Himmelspforten auch ungewohnte, reizvolle Kombinationen von Instrumenten;
Ähnliches trifft auch zu für das britische Ukulele-Orchester im Innenhof von Gut Wöllried oder „Wild Strings“ bei Mozart am Grün; beide Veranstaltungen dienen eher der vergnüglichen Unterhaltung. Ganz schräg folkloristisch geht es zu bei Maxjoseph in der Verladehalle der Hofbräu oder beim a-capella-Abend mit den vier Powerfrauen von Les Brunettes in der Bürgerspital Kelterhalle oder auch bei Uwaga im Bürgerbräu Generatorenhaus der Sektkellerei Höfer; im Staatlichen Hofkeller wird die Reise des Tim Kliphuis Trio durch Folk und Jazz von der Verkostung von´Sekt und Wein inspiriert.
Musik und Literatur sind verbunden bei einem Mascha-Kaléko-Abend im Shalom Europa, und dem Andenken von zwei außergewöhnlichen Frauen, nämlich Virginia Woolf und Ethel Smyth widmet sich Corinna Harfouch, Rezitation, zusammen mit ihrer Pianistin Hideyo Harada. Selbst im Atrium der Sparkasse sind unter dem Motto „Nichts ist heilig“ musikalische Perlen der Klassik durch das Eliot-Quartett verbunden mit einer Lesung. Und eine ganz besondere Rarität ist der restaurierte historische Stummfilm von 1921 „Mozarts Leben, Lieben und Leiden“ mit der
dazu passenden Klavierbegleitung im Mozartareal.
Und auch die Kleinen kommen auf ihre Kosten; für sie gibt es einen kindgerechten „Barbier von Sevilla“. In der Blauen Halle des Mainfrankentheaters beschließt die Jupiternacht mit Songs und Schlagern der 20er und 30er Jahre das Mozartfest 2026.




