Literatur Live im Falkenhaus Würzburg startet am 25. Februar in eine neue Runde

von sb (erschienen in Ausgabe 01/2026)

Literatur live im Falkenhaus in Würzburg geht in eine neue Runde und beginnt mit einem literarischen Highlight: Am 25. Februar liest Bestsellerautorin Gaea Schoeters aus ihrem Roman „Das Geschenk“. Was passiert, wenn 20.000 Elefanten das Berliner Regierungsviertel besetzen? Schoeters treibt die möglichen Folgen des internationalen Artenschutzgesetzes auf die Spitze: Der Präsident Botswanas schickt kurzerhand die Elefanten – und entfesselt ein politisches und ethisches Chaos. Mit beißender Satire und drängenden Fragen zu Migration, Naturschutz und westlicher Deutungshoheit gelingt ihr eine hochaktuelle, humorvolle Groteske über Macht, Verantwortung und die absurden Konsequenzen populistischer Politik.

Am 18. März präsentiert Fiona Sironic, für den Deutschen Buchpreis nominiert, ihr vielbeachtetes Debüt „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“. Die 15-jährige Era dokumentiert am Waldrand das Aussterben der Vögel, während ihre Mitschülerin Maja – Tochter zweier Momfluencerinnen – Festplatten in die Luft jagt. Beide suchen nach Intimität und analogen Reizen und finden zueinander. Doch als ein Großbrand den Wald zerstört, verlieren sie mehr als nur ihren Lebensraum. Eine intensive Dystopie über Klimawandel, Jugend und die Frage: Was bleibt, wenn alles brennt?

Bestsellerautor Volker Kutscher, Schöpfer der weltberühmten „Rath“-Reihe, liest am 9. April aus seinem aktuellen Band. Kommissar Gereon Rath ist aus den USA nach Berlin zurück, um seiner Frau Charly zu helfen. Mit der Reichspogromnacht eskaliert der Judenhass – und Rath erkennt: Widerstand ist überlebensnotwendig. Volker Kutschers Romane bilden die Grundlage für die Kultserie „Babylon Berlin“. Die Sky- und ARD-Serie gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Fernsehproduktionen. Auch Kutscher wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem BZ Kulturpreis und dem Berliner Krimifuchs.

Am 28. April präsentiert die Debütantin Inga Hanka ihren Roman „Little Hollywood“. Im Mittelpunkt der Coming of Age Geschichte steht Leo, die sich nach Freiheit sehnt – weg von der Schule, den Erwartungen der Eltern und dem Gefühl, dass ihr Leben schon programmiert ist. Zwischen Abiturstress, Freundschaftsdramen und der Suche nach dem eigenen Weg wird die Filmwelt zu Leos Fluchtpunkt. „Little Hollywood“ ist eine berührende, vielschichtige Geschichte über das Erwachsenwerden, die lange nachklingt.

Leon Engler beschließt die Lesereihe am 13. Mai mit seinem preisgekrönten Debütroman „Botanik des Wahnsinns“. In dem vielbeachteten Werk verbindet Engler autofiktionale Seelenanalyse mit der Frage, ob Traumata vererbt werden können. Der Protagonist Leon, ein Mann Anfang dreißig, setzt sich intensiv mit der psychischen Geschichte seiner Familie auseinander. Als literarische Versuchsperson sucht er nach Wegen, seine eigene geistige Gesundheit zu bewahren. Ein beeindruckender Roman über Identität, Herkunft und die Last der Vergangenheit. Die Lesung wird von zwei Gebärdendolmetscherinnen begleitet. 

i Lesungsbeginn jeweils um 19.30 Uhr im Lesecafé. Der Eintritt beträgt 12 Euro/ erm. 8 Euro, Ausnahme: Volker Kutscher 15 Euro/12 Euro. Kartenvorverkauf (ggf. Abendkasse) über die Stadtbücherei

Bildnachweis: Annna Weise

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