Das Ausstellungsjahr der Museen der Stadt Bamberg verspricht viele Highlights

von sh (erschienen in Ausgabe 1/2023)

Nicht nur Menschen brauchen Hilfe: Gerade in einer Stadt wie Bamberg, in der die gesamte Altstadt den Rang eines UNESCO-Welterbes hat, ist Denkmalschutz von großer Bedeutung. Deshalb bietet die Stadt auch die perfekte Kulisse für „Liebe oder Last?! – Baustelle Denkmal“. Diese Wanderausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist vom 31. März bis zum 29. Oktober 2023 im Historischen Museum Bamberg zu Gast. Die hochmoderne, interaktive und mehrfach prämierte Präsentation wirft einen ungewöhnlichen Blick auf das kontroverse Thema Denkmalschutz und beschäftigt sich zudem mit irrtümlichen Annahmen oder gängigen Vorurteilen.

Mit drängenden Fragen der Zukunft setzt sich die Stadtgalerie Bamberg – Villa Dessauer auseinander. Vom 26. Mai bis 13. August präsentiert sie die aktuelle Werkschau der Hamburger Konzeptkünstlerin Swaantje Güntzel - instant paradise, die seit fast 20 Jahren konsequent und kompromisslos auf das entfremdete Verhältnis von Mensch und Natur reagiert. Ihre Arbeiten drehen sich um die radikalen Veränderungen der Landschaft durch menschlichen Einfluss, unsere Beziehung zur Kreatur und die globalen Herausforderungen, die sich durch die aktuellen ökologischen Krisen für die Menschheit ergeben. Swaantje Güntzel wird eine Gesamtinszenierung schaffen, die ältere Werke und ganz neue, eigens dafür geschaffene Arbeiten zusammenbringt und ihr ästhetisches Arbeitsprinzip in das gesamte Haus übersetzt.

Viel Nahrung also für den kulturellen Hunger. Doch Vorsicht ist selbst beim Essen geboten – jedenfalls in der Sammlung Ludwig! Vom 28. April bis zum 26. November verhandelt sie in der interaktiven Ausstellung „Fake Food! – Essen zwischen Schein und Sein“ mit virtueller Realität und anderen medialen Mitteln Fragen der Echtheit, der Nachhaltigkeit und der kultur­ellen Prägung unserer Ernährung.



Bildnachweis: Roland Rossner ©Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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