800 Jahre Margetshöchheim: Hauptperson des Jubiläumsstücks ist die Schutzpatronin. Gefeiert wird 800 Jahre Margetshöchheim

von Susanna Khoury (erschienen in Ausgabe 02/2026)

Im Rahmen des 800. Dorfjubiläums ist ein Theaterstück entstanden, das in der Zeit der Bauernkriege spielt. Margetshöchheim blieb relativ unversehrt, obwohl die umliegenden Dörfer vom Zorn des Adels getroffen wurden. Die Überlieferung besagt: Die Heilige Margarethe, Schutzpatronin des Ortes, habe Margetshöchheim vor dem Schlimmsten bewahrt hat. Kein Wunder also, das es auch im Stück um die Schutzpatronin geht.

Die Rolle der Margarethe unterstreicht die Werte der Identifikationsfigur. Szenen aus Margetshöchheim, von der Festung Marienberg und anderen Orten werden in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang eingeordnet. Durch Auftritte historischer Persönlichkeiten wie etwa Martin Luther oder Florian Geyer entsteht ein lebendiges Bild der Zeit, das regionale Ereignisse mit überregionalen Entwicklungen verbindet. Zugleich eröffnet das Stück eine zusätzliche Bedeutungsebene: Es zeigt, dass der Sinn des Lebens immer auch eine spirituelle und wertorientierte Seite habe, gerade in einer Gegenwart, die von stetigen Veränderungen, Kriegen und Krisen geprägt ist.

Begleitend zeigt eine Ausstellung im Foyer der Margarethenhalle alte Handwerksberufe, welche es im Ort zur Zeit des Bauernkrieges bereits gab. Vor Beginn der Aufführung wird das Publikum im Innenhof in die Lebenswelt um 1525 eingeführt. Hier tragen Essens- und Getränkestände sowie Akteurinnen und Akteure in historischen Rollen und Kostümen, darunter Puppenspieler, eine Wahrsagerin, Märchenerzählerinnen und Märchenerzähler, Gaukler und Handwerker, zu einer Atmosphäre bei, die einen ersten Zugang zum thematischen Kontext des Stücks ermöglicht. 

Veranstaltungsort ist die Margaretenhalle in Margetshöchheim. Das Stück ist noch erlebbar am 15., 16. und 17. Mai. Am Freitag und Samstag ist Einlass und 17 Uhr, Beginn der Aufführung um 19.30 Uhr. Am Sonntag ist Einlass um 16 Uhr und Beginn des Schauspiels um 18.30 Uhr, www.mhh-geloebnis.de

Bildnachweis: Susanna Khoury

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