Industrie trifft Kunst beim 19. Nachsommer Schweinfurt vom 7. bis 29. September im ZF Kesselhaus

von Petra Jendryssek (erschienen in Ausgabe 7-9/2018)

An Glenn Miller erinnert das Swing Dance Orchester mit Andrej Hermlin am 8. September im ZF Kesselhaus.Als Festival der Grenzüberschreitungen hat er sich einen Namen gemacht. Am 7. September geht der Schweinfurter Nachsommer in die 19. Runde.

Erstmals ist die Musik im Spannungsfeld von Pop, Klassik, Weltmusik, Jazz, A-Capella und Brass im ZF Kesselhaus zu hören.

In dem markanten Gebäude mit dem weithin sichtbaren Schornstein werden bis 29. September wieder hochkarätige Künstler aus dem In- und Ausland für spannende Konzerterlebnisse sorgen.

Den Auftakt am 7. September macht die vielfach ausgezeichnete Berliner Formation „Onair“ mit ihrer A-Capella-Pop-Show „Vocal Legends“.

Die sechs Sängerinnen und Sänger covern nicht einfach Pop- und Rockklassiker von Coldplay bis Led Zeppelin, sondern arrangieren und inszenieren die Originalversionen auf kreative und überraschende Art und Weise.

„In the Mood – A Tribute to Glenn Miller“ heißt es am 8. September mit Andrej Hermlin and his Swing Dance Orchestra. Um größtmögliche Authentizität bemüht, wurden für die Show eigens die legendären Pulte im Streamline Design nachgebaut.

Gesangsmikrophone und Instrumente aus den 1930er und frühen 1940er Jahren sorgen für einen originalgetreuen Klang.

Über 20 Jahre waren sie für viele Ohrwürmer gut: 2017 stellten die Wise Guys ihren Gesang ein. Doch unter dem Namen „Alte Bekannte“ gibt es am 14. September ein Wiedersehen mit der A-Capella-Band.

Die Sänger Dän, Björn und Nils werden unterstützt von den Musikern Ingo Wolfsgarten und Clemens Schmuck.

Zwei Pianisten, sechs Runden – Chopin gegen Liszt, Debussy gegen Schubert, Schwarz gegen Weiß: Anders als bei einem traditionellen Konzert wird das Publikum von Andreas Kern und Paul Cibis beim „Piano Battle“ am 15. September mit Ironie und Witz dazu gebracht, aktiver Teil des Programmes zu sein und am Ende den Sieger zu küren.

Als weltweit erste und einzige Resident-Bigband eines international renommierten Technoclubs versteht es die „Jazzrasch Bigband“ wie kaum ein anderes Ensemble, den Kosmos zügelloser Kreativität mit den hohen Ansprüchen eines urbanen Nachtlebens zu vereinen. Zu erleben am 21. September.

Fast fünf Jahre haben ihre Fans auf das neue Album gewartet. Am 22. September geben Erdmöbel „Hinweise zum Gebrauch“.

Die zehn ziemlich unterschiedlichen Songs punkten mit Melodie und Poesie, inklusive politischer und gesellschaftskritischer Inhalte.

Kleinode des Alltags, gefunden in Metropolen und Dörfern, präsentiert das Duo Café del Mundo bei der Kunstmatinee am 23. September in der Kunsthalle Schweinfurt. Die Zuhörer erwartet Innigkeit und musikalische Buntheit im allerfeinsten Sinne.

Der international erfolgreiche Jazz-Pianist Michael Wollny gibt sich am 23. September mit seinen Wegbegleitern Eric Schaefer und Christian Weber ein Stelldichein.

Das Markenzeichen des Michael Wollny Trios ist das Unberechenbare, der Mut, sich dem Moment hinzugeben und die Suche nach dem bisher Ungehörten.

Wie kein anderes Ensemble versteht es das Terem Quartett die russische Volksseele virtuos und mit einem Augenzwinkern in musikalische Arrangements zu gießen. Am 28. September vereint das Quartett russische Volkskunst, Barock, Romantik und Filmmusik.

Den Nachsommer beendet am 29. September eines der traditionsreichsten Blechbläserensembles überhaupt: Das Repertoire von London Brass reicht von der Musik des 16. Jahrhunderts bis zu popkulturellen Highlights.

INFO: Alle Konzerte im ZF Kesselhaus beginnen um 19.30 Uhr. Tickets gibt es online über www.nachsommer.de und Ticketmaster sowie an allen angeschlossenen Vorverkaufsstellen. An Glenn Miller erinnert das Swing Dance Orchester mit Andrej Hermlin am 8. September im ZF Kesselhaus.

Bildnachweis: Swing Dance Orchestra: © G.U.Hauth, www.uwe-hauth.de

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