Der Staatliche Hofkeller beleuchtet am 21. Oktober gleich vier Weinregionen

von Nicole Oppelt (erschienen in Ausgabe 7-9/2017)

Bislang hat noch kein Wissenschaftler herausgefunden, welcher Boden tatsächlich den besten Wein ergibt.

Doch „Franzosen und Deutsche gehen davon aus, dass die Zusammensetzung des Bodens, insbesondere die mineralische Zusammensetzung, den Stil und Charakter eines Weins prägen“, schreibt das Magazin „Weinkenner“.

Vor allem die Kalkböden, heißt es, hätten einen nicht unerheblichen Einfluss auf den edlen Tropfen im Glas. Der kräftige, markante Bodenton spiegle sich in ihm wider und sorge für besonders viel Bukett.

Auch der Staatliche Hofkeller Würzburg ist überzeugt: „Champagne, Burgund, Friaul und Franken.

In diesen vier Weinregionen spiegeln sich die Kalkböden in der Individualität der Weine.“ Untermauern will man diese These in einer eigenen Veranstaltung.

Unter dem Motto „Die Verkalkten“ konzentriert sich das Weingut am 21. Oktober von 19 bis 23 Uhr ausschließlich auf dieses geschmacksintensive Quartett. Gestärkt mit einem Gläschen edelsüßer Auslese geht es durch den Weinkeller und direkt zur Verkostung von zwei Champagnern und sechs Weinen aus den vier genannten Weinregionen.

Die Champagne, etwa 150 Kilometer nordöstlich von Frankreichs Hauptstadt Paris, lebt von Kalk und Mergel. Die Erzeugnisse der Region kitzeln den Gaumen vor allem mit salzigen Noten.

Auch im Burgund, einem der ältesten und bedeutendsten Anbaugebiete Frankreichs, finden sich praktisch überall Kalkböden, die den Weinen Gewicht und Konzentration mitgeben. Den vielen verschiedenen Ausprägungen, dem so genannten Terroir, wird gerade hier besonders viel Aufmerksamkeit beigemessen.

Weiter geht es Richtung nordöstliches Italien, ins Friaul. Die teils kalkigen und lehmigen Böden sowie die hoch gelegenen Anbauflächen im Norden und Osten der Region verleihen diesen Weinen ihre besondere Mineralität.

Und Franken? Hier prägen Buntsandstein, Muschelkalk und Gipskeuper die Weinberge.

Wie sich das im Glas bemerkbar macht? Auch das wird erkundet. Treffpunkt ist wie immer der „Frankonia-Brunnen“ auf dem Residenzplatz.

INFO: www.hofkeller.de

Bildnachweis: Katrin Heyer Photographie

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