Vier Künstler lassen Stationen von Che Guevaras Biografie am 3. und 4. Februar Revue passieren

von Pat Christ (erschienen in Ausgabe 2017/18)

Vier Künstler zeichnen in Wort, Musik und Tanz ein Porträt Che Guevaras.

Ernesto Rafael Guevara de la Serna war ein Mensch, der mit großer Sensibilität Unrecht wahrnahm.

„Mich fasziniert, dass er dann nicht nur über dieses Unrecht gesprochen hat, sondern dass er konsequent versuchte, es zu beseitigen“, so die Würzburger Sängerin und Gitarristin Barbara Hennerfeind.

Diese Faszination wird auch das Stück „CHE - Ein Leben für die Revolution“ durchziehen, das am 3. und 4. Februar im Würzburger Theater am Neunerplatz gezeigt wird.

Zusammen mit drei weiteren Künstlern lässt Hennerfeind in ihrer Collage Stationen von Che Guevaras Leben Revue passieren. „Beim Lesen seiner Tagebücher und beim Sichten von originalem Filmmaterial hat mich beeindruckt, wie vielschichtig die Person Che Guevaras ist“, sagt sie.

Che sei ein attraktiver, humorvoller Draufgänger, zugleich aber auch ein redegewandter Politiker gewesen: „Ohne Umschweife äußerte er seine Meinung, bereit, alle Konsequenzen dafür zu tragen.“

Die Collage spart aber auch kritische Töne nicht aus. „Sehr kritisch sehe ich seine Haltung während der Kuba-Krise 1962, bei der er, wenn auch nachträglich, die Zündung von Atomraketen in Betracht zog“, sagt Hennerfeind.

Später nahm er dies wieder zurück. Bei seiner Rede vor der UNO 1964 warb Che gar für Abrüstung.

„Aber eine gewisse Kompromisslosigkeit und Gewaltbereitschaft, lässt sich nicht leugnen“, so Hennerfeind. In der Collage kommen Fidel Castro, Ches Bruder Juan Martín, Jean Paul Sartre und verschiedene Biographen zu Wort.

Kreiert wurde sie von Barbara Hennerfeind, dem Schauspieler Peter Hub, dem Gitarristen Erik Weisenberger und der Violinistin Anke Horling.

INFO: www.neunerplatz.de

Bildnachweis: Gianfranco Leandrin

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