Der Verlag hinter Leporello und Leporellino
„Gedankenblitze“
Eine Auszeichnung der besonderen
Art: Seit 2005 wird der
Kulturpreis Bayern an sieben Persönlichkeiten
in der Sparte Kunst
sowie an die besten Absolventen
und Doktoranden der bayerischen
staatlichen Hochschulen, Kunsthochschulen,
Musikhochschulen
und Fachhochschulen verliehen.
Die E.ON Bayern zeichnet so in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst besonders verdiente Kulturschaffende aus den bayerischen Regionen und junge Wissenschaftler aus. Sie werden von einer hochkarätigen, unabhängigen Jury bestimmt.
Die Preise in der Sparte Kunst sind mit je 10.000 Euro dotiert, die ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftler erhalten je 3.000 Euro. Insgesamt schüttet die E.ON Bayern heuer 176.000 Euro an Preisgeld aus. Die feierliche Verleihung erfolgt am 20. Oktober 2011 in einem Festakt in Straubing.
Dabei erhalten die Preisträger eine Art „Oscar“, nämlich die Skulptur „Gedankenblitz“. Dass trotz einer nicht ganz so rosigen Bilanzlage sich E.ON Bayern auch heuer derart großzügig engagiert, hängt nach Auskunft von Pressesprecherin Dr. Esther Knemeyer Pereira aus Würzburg damit zusammen, dass sich das Unternehmen durch diese Förderung von Kunst und Wissenschaften ein positives Image erworben hat weit über das rein Geschäftliche hinaus.
Und. „Besonders für die Nachwuchswissenschaftler ist die Auszeichnung ein wahnsinniger Schub in ihrer Karriere, wichtig auch für ihr Selbstbewusstsein!“ Doch selbst für Künstler, die schon einen Namen haben, ist ein solcher Preis etwas ganz Besonderes, so Knemeyer Pereira. Heuer erhalten drei Franken diesen Kulturpreis Bayern.
Wolfgang Haffner für Mittelfranken
Für Mittelfranken ist es Wolfgang Haffner (Bild links), als Schlagzeuger und Komponist weithin in der Szene bekannt. Er zählt zur internationalen Spitze im aktuellen Jazz, ist schon mit Größen wie Albert Mangelsdorff, Klaus Doldinger oder Till Brönner aufgetreten und kann eine stattliche Diskographie von weit über 400 Aufnahmen vorweisen. Für sein Schaffen erhielt Haffner viele Auszeichnungen, u. a. den German Jazz Award und den ECHO Jazz in der Kategorie Instrumentalist.
Hofer Symphoniker für Oberfranken
Für Oberfranken werden die Hofer Symphoniker (Bild Mitte) mit dem Kulturpreis Bayern 2011 bedacht. Das Orchester der Region, seit 1945 bestehend, derzeit mit 62 Musikern aus 19 Nationen besetzt, leistet über 50 Prozent der Orchesterdienste am Hofer Theater, darunter auch bei wichtigen Uraufführungen, bestreitet aber vor allem Konzerte in Hof und Umgebung und profiliert sich durch Gastspiele in großen Städten Deutschlands.
Viele bekannte Sängerinnen und Sänger sowie prominente Instrumentalisten sind schon mit den Hofer Symphonikern zusammen aufgetreten. Ehrendirigent ist Enoch zu Guttenberg; seit der Saison 2010/11 ist Daniel Klajner „Erster Gastdirigent“ des Orchesters für drei Spielzeiten. Doch die Hofer Symphoniker werden vor allem für ihr Engagement im Bereich der kulturellen Jugendbildung ausgezeichnet. Sie sind nämlich das einzige Orchester in Deutschland, das eine Musikschule betreibt.
Besondere Talente dürfen dann mit dem Orchester öffentlich auftreten oder werden in einer Förderklasse auf das Musikstudium vorbereitet. Für Unterfranken wird heuer die bekannte Sängerin Waltraud Meier (Bild rechts) aus Würzburg ausgezeichnet mit dem Kulturpreis Bayern. Sie begann ihre beispiellose Karriere ganz bescheiden am Würzburger Theater, wo sie im Chor vom damaligen Chordirektor Theissen entdeckt wurde und sich daraufhin entschied, die sängerische Laufbahn einzuschlagen.
Waltraud Meier für Unterfranken
Nach dem Studium war sie engagiert in Mannheim, Dortmund, Hannover und Stuttgart und wagte sich dann aufs internationale Parkett. Dank ihrer kraftvollen, anfangs noch wunderbar dunkel-samtigen Mezzosopran-Stimme, die aber immer mehr ins dramatische Fach tendierte, wurde sie eine der ganz großen Wagner-Interpretinnen.
Ab 1983 trat sie bei den Festspielen in Bayreuth auf, als gefeierte Kundry im „Parsifal“, verkörperte dort dann auch andere Rollen wie die Isolde, die Sieglinde, Ortrud und Venus, wobei sie nicht nur stimmlich, sondern auch darstellerisch brillierte. Ein Bayreuther Traumpaar bildete sie auf der Bühne mit Siegfried Jerusalem. Aber auch andere prominente Partner wie etwa Placido Domingo traten mit ihr auf.
Mittlerweile ist die attraktive Künstlerin selbstverständlicher Star an allen wichtigen Häusern der Welt, etwa am Covent Garden in London, der Metropolitan Opera in New York, der Mailänder Scala, der Pariser Oper, der Wiener Staatsoper oder der Bayrischen Staatsoper. Aber auch als einfühlsame Lied-Interpretin hat sich Waltraud Meier eine große Schar von Bewunderern geschaffen; auf vielen Konzertpodien und internationalen Festivals ist sie ein begehrter Gast.
Die CD- und DVD-Einspielungen der Sängerin sind zahlreich. Mit Orden und Auszeichnungen wurde sie vielfach geehrt; dazu gehören die Berufungen zur Bayereischen und Österreichischen Kammersängerin, der Grammy Award oder der Lotte- Lehmann-Ring der Wiener Staatsoper. Und nun auch der Kulturpreis Bayern!




