kunstvoll verlag Der Verlag hinter Leporello und Leporellino

Wer heilt, hat Recht...

Buchtipps Tibet

von Susanna Khoury

Dr. Andrea Überalls Reisen in andere Kulturen hat sie zu den eigenen Wurzeln zurückgeführt, zu einer „Life-Work-Balance“ in ihrem Leben. Die „kaputten Speichen“ ihres Energierades hat ein mongolischer Arzt mit Pflanzen- und Kräutern aus der tibetanischen Hausapotheke repariert. Zunächst bekam sie Hitzewallungen und keine Luft mehr, nach vier Wochen war die Patientin Überall, bei der die Schulmedizin keinen Rat mehr wusste, gesund.

Herb- und Bitterstoff-Code
Andrea Überall ist heute Psychologin, Kinesiologin, Ernährungsberaterin und Stressmanagerin, hat drei Kinder und ist mit Dr. Florian Überall, dem Leiter des Informationszentrums für Tibetische Medizin in Tirol verheiratet. In ihren Büchern die „Tibetische Hausapotheke“ und der „Herb- und Bitterstoffe-Code“, erschienen im Oesch Verlag, baut sie nicht nur die Brücke zwischen der asiatischen Medizinlehre, in der Heilpflanzen, Energieflüsse und Spiritualität eine große Rolle spielen, und der westlichen Medizin, deren Evidenzen rein rational begründet sind, sondern bereitet auch einer Univerals-Medizin den Weg, die besagt:„Wer heilt, hat Recht“.

Bis zur Schmerzgrenze
Komisch mutet es an, dass wir so scharf essen sollen, dass es weh tut (Wer sich schon einmal die Augen gerieben hat, nachdem er eine Chilischote geschnitten hat, weiß, was gemeint ist...). Der Grund besteht darin, dass durch die Schärfe bestimmter Gewürze und Gemüse, die Durchblutung angeregt wird und wir dadurch andere Geschmacksrichtungen auch sensibler wahrnehmen können. Scharfes verstärkt also den Genuss generell. Nicht umsonst gelten scharfe Gewürze wie Chili und Ingwer als Stimmungsaufheller oder Aphrodisiaka. Die Reizung der Schmerz- und Wärmerezeptoren führt zu einer Freisetzung von Endorphinen (Schmerzstiller), regt die Verdauung an, hat eine antibakterielle Wirkung und beugt Entzündungen vor. Genauso wie aus westlich wissenschaftlicher Sicht „scharf“ keine Geschmacksrichtung ist, gibt es auch keine Sinnesrezeptoren für „herb“ im Westen. Geschmackszellen, die wir kennen, gibt es nur für „süß“, „sauer“, bitter“, „salzig“ und „umami“ (fleischig, herzhaft). Dr. Andrea Überall sieht sich nicht als Lehrmeisterin, sondern als Mittlerin zwischen den Welten und Wissensgebieten, wenn sie Begegnungen wie mit Dr. Chödrak, dem Leibarzt des Dalai Lama wiedergibt und vor allem Einsichten, die sie aus diesen Begegnungen gewonnen hat. Aber lesen Sie selbst...

INFO:
Dr. Andrea Überall
Tibetanische Hausapotheke
Die Geheimnisse lebenslanger Gesundheit
Oesch Verlag; ISBN-13: 978-3-0350-3018-1
Preis: 19 Euro

Dr. Andrea Überall
Herb- und Bitterstoff-Code
Streng gehütete Geheimnisse der tibetanischen Medizin
Oesch Verlag; ISBN: 978-3-0350-3043-3
Preis: 19 Euro

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