kunstvoll verlag Der Verlag hinter Leporello und Leporellino

Virtuelle Bücherei

Die Würzburger Stadtbücherei kommt zu Ihnen nach Hause

von Steffi Walther, 19.11.2007

Um jeweils 5000 Bücher, CDs und Videos sowie 1000 Hörbücher und 100 Zeitschriften ist die Würzburger Stadtbücherei seit dem 31. Mai 2007 reicher. Dafür wurde die Bücherei im Falkenhaus weder aus- noch umgebaut. Aber wo stecken denn dann die ganzen Bücher und CDs? Des Rätsels Lösung lautet: in der virtuellen Bibliothek. Und wie bekommt man sie? Ganz einfach: per Mausklick. Die vielfach prämierte Würzburger Stadtbücherei ist neben Hamburg, Köln und München eine der ersten Bibliotheken, die ihren Kunden E-Books, E-Papers, E-Videos, E-Music und E-Audio anbietet. Dieser Service, der von der DiViBib GmbH bereitgestellt wird, funktioniert im Grunde wie eine „normale“ Bibliothek: der Kunde gibt seinen Wunsch zuhause am Rechner in eine Suchmaske ein, ist das gewünschte Medium erhältlich, kann er es per Mausklick ausleihen und dann herunterladen. Nach sieben Tagen (für Bücher, CDs, Videos und Hörbücher), bzw. einem Tag (für Zeitschriften) sorgt das DRM (Digitales Rechtemanagement) dafür, dass das Nutzungsrecht erlischt, die entliehene Datei wird unbrauchbar und dadurch wieder für einen anderen Nutzer zugänglich. Ganz einfach also. Und das Beste ist: dieser Service ist für Mitglieder der Stadtbücherei kostenfrei. Alle Nicht-Mitglieder können die virtuelle Bibliothek eine Woche lang kostenlos testen. Die Vorteile der „virtuellen Zweigstelle“ liegen auf der Hand: Der Kunde kann jederzeit auf die Bibliothek zugreifen und ist nicht an die Öffnungszeiten gebunden. Zudem spart er Zeit, Weg und Kosten. Auch die lästige (und oft versäumte) Rückgabe entfällt. Obwohl sich das Angebot auf Sachbücher und Ratgeber, literarische Hörbücher, Dokumentarfilme, Reiseberichte und klassische Musik beschränkt, sei die Resonanz auf den Online-Service „gigantisch“, so Michael Wenisch von der Bücherei im Falkenhaus. Von den vier virtuellen Bibliotheken in Deutschland sei die Würzburger sogar die meist genutzte. Und das solle auch so bleiben, denn das Angebot werde ständig verbessert, erweitert und ausgebaut.

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