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Diesen Helden gibt es

Lothar Reichel legt seinen ersten Schweinfurt-Krimi vor

von Pat Christ (erschienen in Ausgabe 12/2011)

In seinem Kriminalroman „Kindertotenlieder“ macht der Würzburger Radiomann Lothar Reichel seinen Schweinfurt Freund und Kollegen Christian „Blacky“ Schwarz zum Krimihelden.Eigentlich mag er Rotwein. Doch seit Christian „Blacky“ Schwarz „Morning Man“ bei Main-Radio Schweinfurt ist und jeden Tag extrem früh raus muss, lässt er es mit dem Entspannungsschoppen am Abend besser sein.

Für Entspannung bleibt ihm gerade sowieso nicht viel Zeit. Denn „Blacky“ ermittelt. Ein türkisches Mädchen ist verschwunden. Und der Moderator war womöglich der letzte, der es sah. Wo mag es jetzt sein? Lothar Reichel, der gerade in Irland einen Krimi schreibt, hilft „Blacky“ bei der Suche.

Fortsetzung folgt

Keinen Kommissar, sondern einen Radiomann lässt der Würzburger Journalist Lothar Reichel in seinem „Kindertotenlieder“ betitelten, ersten Schweinfurt- Krimi auf 240 Seiten einen, oder eigentlich gleich zwei komplizierte Fälle lösen.

Das Besondere: Den Krimihelden gibt es wirklich! Zumindest wird jeder Schweinfurter „Blacky“ wieder erkennen. Und noch etwas ist besonders an diesem Buch: Am Ende wird zwar klar, was es mit dem Titel „Kindertotenlieder“ auf sich hat.

Und welche Rolle das Rückert-Denkmal in dem Krimi spielt. Doch die Sache mit dem türkischen Mädchen wird nicht vollständig aufgeklärt. Näheres erfährt der geneigte Leser erst im zweiten Band. Ein bisschen Psychologie, ein Hauch Philosophie sowie ein Quäntchen Theologisches sind die „Spurenelemente“ von Reichels kurzweiligem Schweinfurt-Krimi.

Im Februar dieses Jahres wurde die Idee zu dem Buch geboren, im April saß Reichel erstmals an seinem Schreibtisch und brütete über dem Plot. Viel disziplinierte Schreibarbeit nachts nach dem Job in der Radioredaktion sowie am Wochenende lag hinter ihm, als das Buch mit dem auffälligen Cover in Schwarz und Orange am 15. November im Würzburger Verlag Peter Hellmund erschien.

Erlöst ist der frisch gebackene Krimiautor nun aber nicht: „Für Frühjahr 2012 ist der zweite Band geplant.“ Die Idee hat Reichel schon, in den Weihnachtsferien wird er mit dem Durchkonstruie- ren des Plots und dem anschließenden Schreiben beginnen.

Der in der Faschingszeit angesiedelte erste Krimi des gebürtigen Schweinfurters hat inhaltlich eher wenig mit jenen Themenkomplexen zu tun, mit denen sich Reichel in seinem „richtigen“ Beruf in der Radioredaktion der Diözese Würzburg beschäftigt. „Derzeit bereiten wir zum Beispiel eine große Serie über die Zehn Gebote vor“, verrät er.

Doch einen Brückenschlag gibt es durchaus: Auch Journalisten müssen auf Spurensuche gehen. Nicht nur Kriminalromanhelden.

Bildnachweis: Pat Christ

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