Der Verlag hinter Leporello und Leporellino
Die Welt des Weissweins

Sie vermittelt die Leichtigkeit des Seins, die für rund 1,6 Millionen Euro neu gestaltete Vinothek des Staatlichen Hofkellers im Rosenbachpalais, obwohl sie die schwere „Last“ des benachbarten Weltkulturerbes mit auf ihren Schultern trägt. „Die Verbindung von Althergebrachtem und Modernem ist bei der Neugestaltung großartig gelungen. Ich bin ein Fan des Architekten“ , schwärmt Staatsminister Josef Miller anlässlich der Neueröffnung der Vinothek des Staatlichen Hofkellers. Vier große Felsbrocken mit einem Gewicht von rund zwei Tonnen pro Stück stehen in der neuen Vinothek für das Terroir, pars pro toto für die vier Weinlagen des Weingutes. Das Anbaugebiet des Staatlichen Hofkellers erstreckt sich über 100 Kilometer auf 120 Hektar von Abtswind über Hammelburg und Würzburg bis nach Hörstein mit den unterschiedlichen Böden Keuper, Muschelkalk, Urgestein und rotem Bundsandstein. „Und damit auf dem Boden auch etwas gedeiht, braucht es Sonne, diese wird durch modern anmutende Messingröhren über den Felsen am Boden symbolisiert“ , erklärt der Architekt Roland Breunig. Architektonisch auf der Sichtachse installiert, fokussieren sie das Terroir. Und noch zwei weitere Ingredienzien sind, laut Breunig, in die Konzeption des jungen Architektenteams eingeflossen, Zutaten, die maßgeblich für einen herausragenden Wein sind: „Neben dem Boden und der Sonne, das Wasser und der kreative Mensch“ . Wasser empfängt den Kunden an der Schwelle zur Vinothek vom Betriebshof her, um mit seiner beruhigenden Wirkung den Straßenlärm und Alltagsstress zu überfluten und quasi eine Schleuse für die Emotionen jenseits der Eingangstür zu öffnen. Und die Hand des kreativen Menschen ist allgegenwärtig, nicht nur in der Konzeption der neuen Vinothek. „Wir haben hier Markenarchitektur konsequent auf den Punkt gebracht mit Respekt vor zwei Dingen, der Substanz und dem Wein“ , berichtet Roland Breunig von seiner Arbeit. „Balthasar Neumann ist ein Name vor dem sich jeder Architekt verneigt, da schließe ich mich nicht aus. In seiner Nachbarschaft zu bauen, war eine große Ehre für uns!“ „Das gesamte Konzept für die neue Vinothek ist im Team entstanden und gewachsen wie der Wein, auf den sich alles bezieht“ , sagt Weingutsdirektor Michael Jansen. „Die Messlatte hing hoch mit der Tradition und Historie um uns herum und gleichzeitig dem Postulat modern zu sein“ , so der Mann, der seit zweieinhalb Jahren die Geschicke des Staatlichen Hofkellers leitet. Großes Lob auch von Michael Jansen an das Architektenteam, das es geschafft hat, einerseits respektvoll mit wertvollem Alten umzugehen und gleichzeitig zeitgeistig Modernes einzufangen und in der Umsetzung miteinander zu verbinden. So ist für eine Ertragssteigerung in den nächsten fünf Jahren, in der vor allem über Emotionen verkauft werden soll, so Jansen, der Boden bereitet. Herzlichen Glückwunsch!





