kunstvoll verlag Der Verlag hinter Leporello und Leporellino

Die schönste Panne im Winzerleben...

Das Weingut Mößlein bringt die Franken auf den Whisky

„Ich will keinen irischen, keinen schottischen, keinen amerikanischen Whisky nachmachen, sondern meinen fränkischen Whisky.“ Seine Zutaten bezieht Mößlein aus der Region und eine geheime Quelle im Steigerwald gibt dem Produkt letztlich die besondere Note.Ende Mai hat für das Weingut Mößlein eine neue Zeitrechnung begonnen. Mit einer GrandOpeningParty haben das Ehepaar Mößlein, Reiner und Ursula, sowie Sohn Martin, den futuristisch wirkenden Neubau ihrer Vinothek gefeiert. Selbstredend bietet dieses „Mekka für den Frankenwein“, wie sie das Gebäude im Herzen von Zeilitzheim nennen, „Neue Franken“ neben „Klassischen Franken“ und ausgesuchte Destillate.

Eine Sache ist in dem kleinen Örtchen zwischen Volkach und Schweinfurt jedoch anders. Denn Winzer Mößlein ist hier nicht nur für seine edlen Rebensäfte bekannt, sondern auch für seinen Whisky. Direkt neben der historischen Scheune aus dem Jahr 1869 stehen die Eichenholzfässer. In Ihnen reift der so genannte Grain-Whisky insgesamt fünf Jahre, bis sich die feinen Malz- und Karamell-Nuancen vollends ausbilden. Seit nunmehr zehn Jahren gehört er zum festen Sortiment des Unterfrankens, der immer wieder Verbindungen gen Schottland, Irland oder gar in die USA verneinen muss. Keine Reise, sondern ein Zufall hat ihn auf den Geschmack gebracht.

„Das bleibt mir unvergessen“, schmunzelt Mößlein. „Ich habe in einem Jahr einen besonders guten Brand gemacht und diesen dann in ein Holzfass gefüllt, es beiseite geschoben und in meiner j hat schon beim Öffnen gemerkt: das riecht nicht nur anders, das schmeckt auch noch richtig gut. Erst seine Kunden, denen er das goldgelbe Destillat im Laufe des nächsten halben Jahres immer wieder zum Probieren anbot, brachten ihn darauf, dass das eigentlich ein wunderbarer Whisky sei. In Windeseile war sein Zufallsprodukt der ersten Stunde vergriffen.

Für Mößlein, der schon damals feine Obstbrände herstellte, stand fest, diesen Weg wollte er weiter beschreiten. Erst jetzt treibt es ihn zu den Wurzeln des Whiskys und im Laufe der Jahre hin zu neuen Varianten, die teils nun ebenfalls mit viel Ruhe in heimischen Gefilden reifen. Bis zu drei Sorten will er eines Tages anbieten können. Dass aber sein Zufallsprodukt der ersten Stunde schon jetzt zu den schönsten Pannen im Leben gehört, das bestätigen ihm Whisky-Freunde der Region Tag für Tag.

INFO: www.weingeister.de

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