Der Verlag hinter Leporello und Leporellino
Erbe verpflichtet...
Historisches Erbe verpflichtet
zur Innovation. Nach dreijähriger
Planungs- und Umbauphase
können sich die Gäste der
Ende Januar wiedereröffneten
Residenzgaststätten in Würzburg
von der Lösung dieser Aufgabenstellung
ein eigenes Bild machen.
Durch ein großes, die Sicht
gleich auf das Innere freigebendes
Glasportal betritt man den offen
gehaltenen, hellen und dadurch
leicht wirkenden Gastraum im
Loungecharakter und wird sogleich
in den Bann gezogen. Einige
runde, mit Tiepolomotiven
ummantelte Sitzinseln sorgen für
einen besonderen optischen Reiz.
Von hier aus kann man den Blick
nach Herzenslust durch die großen
Fenster entweder über den
weitläufigen Residenzplatz oder
durch die herrlichen Anlagen des
Hofgartens schweifen lassen.
Wendet man den Kopf vom
Eingang aus nach links, bleiben
die Augen an einer großen Theke,
dem Herzstück des Stockwerkes,
hängen. Ein überdimensionaler,
leerer Bilderrahmen in Goldoptik
auf purpurroter Wand bietet unzähligen
Spirituosen übersichtlich
Platz. Dahinter liegt ein modulhaft
konzipierter Gastraum,
der mittels dezenter
Glasschiebeelemente
vergrößert oder auf
Wunsch auch verkleinert werden
kann. Hier finden 260 Personen
an den kleinen, flexibel zu arrangierenden
Tischen in Goldoptik
Platz. Die in königsblau gehaltenen
Wände werden durch
Fenster, weitere Ausschnitte von
Tiepologemälden und modern
nachempfundene Kronleuchter,
die das Licht kaskadenhaft von
der Decke auf die Tische fallen
lassen, unterbrochen. Hier sind
die neuen Pächter Michael Berghammer
und Ralf Barthelmes
zusammen mit Küchenchef Mike
Schulze und dem gesamten Team
bestrebt, fränkische Bodenständigkeit
und Raffinesse genussvoll
miteinander zu verbinden.
Die wunderschön gestaltete Speisekarte verlockt zu beispielhaften Genüssen: „Gegrillter Salzlakenkäse im Panchettamantel an feinen Salaten und Knoblauchcrostini“ zur Vorspeise, ein krosses Filet vom Frankenzander mit süß-sauren Linsen und Kürbis- Kartoffelpüree zum Hauptgang und eine Schnitte von Schokolade und Milch an Aprikosenragout zum Dessert wollen das Bekenntnis zur gehobenen regionalen Küche klar in den Vordergrund stellen. Durch das großzügige Treppenhaus kann man vom Eingang aus zur Rechten auf der breiten Steintreppe in den Tagungsbereich empor schreiten. Hier finden in zwei unterschiedlichen Räumen bis zu 300 Tagungsgäste Platz. Den Tagungsbereich hat man, so der ausführende Architekt Roland Breunig, nur maßvoll modernisiert. Er ist heller und klarer geworden. Um Architektur und Interieur aufeinander abzustimmen, wurde erstmals für dieses umfangreiche Projekt sogar ein sogenanntes Designmanual entwickelt, das Leitlinien vorgibt, um einen ganzheitlichen und stimmigen Gesamteindruck beim Gast zu hinterlassen. Wenn dieser die Residenzgaststätten betritt, sich wohlfühlt und nach dem Speisen begeistert seiner Wege geht, ist das Konzept aufgegangen.
INFO: www.residenz-gaststaetten.de




