Der Verlag hinter Leporello und Leporellino
Drei Landschaften

Der zweite Anlauf brachte den Durchbruch: Mit den Themenfeldern „Wissenslandschaft“, „Wohnlandschaft“ und „Freizeitlandschaft“ wird Würzburg die Landesgartenschau 2018 ausrichten. „Die Übergänge zwischen Uni-Erweiterung, neuem Wohnraum und Freizeitangeboten werden grün und fließend sein“, so Oberbürgermeister Georg Rosenthal, der bereits nach Kooperationspartnern Ausschau hält: „Ich denke besonders an Würzburgs Partnerstädte.“ Die Idee „Partnerschaft“ durchdrang bereits die LGS 1990 und machte sie, so Rosenthal, „zu einem Riesenerfolg“. 2,5 Millionen Menschen kamen - so viele Gäste hatte bis jetzt keine andere Landesgartenschau in Bayern. Der Japanische Garten, der Schottische Garten und der amerikanische Fliedergarten prägen das Gelände unterhalb der Festung bis heute. Im „Park des 21. Jahrhunderts“, als der das LGS-Gelände 2018 konzipiert wird, sollen sich im Kontrast hierzu vor allem jene Partnerstädte präsentieren, die beim letzten Mal nicht dabei waren, sagt Gartenamtsleiter Dieter Müller. Mwanza und Umeå zum Beispiel. Das Themenfeld „Wissenslandschaft“ ist gut geeignet, gartenbauliche Innovationen vorzustellen. Die Universität wird hier einen wichtigen Beitrag leisten, außerdem sollen zusammen mit der Lehr- und Versuchsanstalt in Veitshöchheim Forschungsgärten entstehen. Das Gartenamt arbeitet gerade mit den Veitshöchheimer Experten zum Thema „Klimawandel“ zusammen. Ziel ist es, trockenheitsresistente Pflanzen wie der „Silbersommer“, ein „Hungerkünstler“ mit silbernen Pflanzenhaarkleid, zu züchten, die auch bei geändertem Klima für gartenkulturelle Ästhetik in der Stadt sorgen. Gärten dienen nicht zuletzt dazu, sich auszuklinken vom stressigen Alltag. Allerdings: In Würzburg gibt es kaum Grünflächen zur aktiven Erholung, die vorhandenen Flächen sind entweder zu nahe an der Wohnbebauung oder nicht mit dem Naturschutz vereinbar. Nur Boule und Boccia werden im Ringpark gespielt, für Trend- und Wellnesssportarten wie Golfdisc, Nordic Walking oder Skaten ist kaum Platz. Der „Park des 21. Jahrhunderts“ wird auch hier Abhilfe schaffen, so Müller. Eingebettet in ästhetisch anspruchsvolles Grün soll jede Generation ausreichend Möglichkeiten zur Naturerholung erhalten.




