Der Verlag hinter Leporello und Leporellino
Faszinierend
Holz, Stein, Ton, Altpapier,
Blech, Bronze, Filz, Bananenblätter
- der Materialfundus,
aus dem Krippen in den ärmeren
Ländern gefertigt werden, ist unermesslich
vielfältig. Davon kann
man sich staunenden Auges einen
Eindruck im Fair-Handel des
Klosters Münsterschwarzach im
Landkreis Kitzingen verschaffen.
Seit 40 Jahren werden hier fair gehandelte Krippen aus diesen Ländern zum Verkauf angeboten. In den dortigen Räumen begeistern über 600 unterschiedliche Krippentypen aus 25 Ländern selbst Nicht-Krippensammler. Mit Krippenfiguren, liebevoll eingebettet in eine Streichholzschachtel, bis zu wahren Krippenschätzen in Menschenmaß ist die Größendimension abgesteckt. Formal erstreckt sich das Spektrum von ganz geschlossenen, reduzierten und modernen Ausführungen bis hin zur kunstvoll gefertigten Krippe im Retablo, einem Schrein vergleichbar, den man auf- und zuklappen kann. Detailverliebt, mit kräftigen Farben bemalt, kommen die “Stall-Wunder” aus Peru daher, mit aus Holz geschnitzten oder aus Ton geformten Figuren steuert Tansania seinen Anteil bei. Aus ärmeren Landstrichen Polens und der Slowakei bereichern einfache Krippenensemble aus Stroh die Schau. Längst haben Recyclingmaterialien Einzug in die Krippenkunst gehalten: Blech, Papier und Karton haben ihren zweiten Auftritt. Krippen sind schon lange beliebte Sammlerobjekte.
Mit den Sammlungen Ludwig und Gerhard Burkard in Bamberg lassen die Bamberger Museen vom 27. November bis 9. Januar im Historischen Museum diese Sammelpassion erspüren. Auch Gerhard Burkhard hat es die Materialienvielfalt angetan und so finden sich moderne Papierkrippen neben aufwendig ausgestalteten Barockkrippen. Einen Schwerpunkt bilden die Krippen der Gegenwart. Eine barocke Großkrippe mit über 450 reich gewandeten Figuren vor farbig wechselndem Hintergrund führt die Sammlung Ludwig vor Augen. Dem Wunder im Stall kann also ausgiebig nachgespürt werden.
INFO: www.fair-handel-gmbh.de , www.museum.bamberg.de





